Currywurst-Test (9): FrittenStar

Die Currywurst von FrittenStarPünktlich zu unserem kleinen Jubiläum haben wir uns vom wupperblog wieder eine Currywurst gegönnt. Oder besser gesagt: Wir haben eine weitere Currywurst unserem Test unterzogen. Denn von „gönnen“ kann eigentlich keine Rede sein, was wir bei FrittenStar am Rande des Elberfelder Neumarkts vorgesetzt bekommen haben. Aber was will man für den Preis mitten in der belebten Innenstadt auch anderes erwarten.

Die Umgebung: FrittenStar ist am Rande der Elberfelder Fußgängerzone in der Neumarktstraße 4 zu finden. Die Bedienung findet direkt an einer Theke am Bürgersteig statt, das komplette Ladenlokal wird sozusagen als „Küche“ genutzt. Eine Verzehrmöglichkeit vor Ort gibt nicht, alle Speisen sind zum Mitnehmen. Neben der Currywurst sind vorallem Pommes und Spezialitäten unserer niederländischen Nachbarn die Verkaufsrenner.

Die Wurst: Viele Würste schien man an unserem Testtag allerdings nicht verkauft zu haben. Denn nach unserer Bestellung wurde die Wurst von der Bratplatte genommen, wo sie wohl schon einige Zeit unter Alufolie abgedeckt gelegen hatte. Daher war sie auch dementsprechend weich, hatte keinen typischen Knackpunkt und der Darm war ausgetrocknet. Man konnte die Currywurst mit der Zunge am Gaumen zerdrücken – ohne kauen zu müssen. Auch die Soße riss uns nicht vom Hocker: Sie bestand für die zarten Wuppertaler Geschmacksnerven aus Curryketchup mit einer Menge Paprika- und Currypulver, war jedoch alles andere als scharf. Zudem erhielt man keine Beilage, serviert wurde die Currywurst im Plastikschälchen und mit Küchenpapier als Serviette.

Das Fazit: Wer Wert auf eine „richtige“ Currywurst legt, der sollte andere Lokalitäten aufsuchen. Für den kleinen Hunger zwischendurch und als Magenfüllung kann die Wurst durchaus herhalten. Schließlich kostet sie mit 1,50 Euro auch deutlich weniger als anderswo. Für Feinschmecker unter den Currywurst-Essern ist FrittenStar allerdings nicht zu empfehlen. Wie es allerdings mit Pommes und Co. aussieht, das können wir nicht beurteilen. Nach unserem Currywurst-Test haben wir auf einen Verzehr dieser Produkte verzichtet. Der Schlange vor der Theke zu urteilen scheinen diese recht beliebt zu sein. Wir waren jedoch die einzigen, die zur Mittagszeit eine Currywurst bestellten…

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Kommentare

      -jo-
      25.08.2010, 19.55 Uhr

      Die Currywurst ist 50 Jahre alt. Die Currywurstfreunde wissen, dass am 21.1.1959 Frau Hertha Heuwer das Patent für ihre weltweit einmalige Currywurst, bzw. der heute schon legendären Currywurstsoße beim Patentamt eintragen ließ. Die Erfindung der Currywurst liegt jedoch noch vor diesem Datum, denn Frau Herta Heuwer verkaufte bereits vor dem 21.1.1959 original Berliner Currywurst mit der berühmten Currywurstsoße “Chillup”. Das Patent für die diese Wurst, die heute weltweit in aller Munde ist, ist und bleibt eine deutsche Erfindung.
      Ein Lob den tapferen Gastronomen und Imbißbudenbetreibern, die auch nach 50 Jahren die Tradition der Currywurst in Ehren halten und den Erhalt der deutschen Wurstkultur gegen alle Gegner unser geliebten Currywurst verteidigen und sich tapfer zu Wehr setzen gegen die Verdrängung durch Burger oder Döner.
      Ein Currywurst-Fan gelobt jeden Tag aufs Neue, jeden Tag mindestens eine Currywurst zu verzehren und durch nichts zum Verzehr von etwas anderem als Currywurst verführen zu lassen, so wahr ihm Gott helfe!
      Für weitere Tests des Herrn Marcus Müller wünsche ich ihm guten Appetit, ebenso allen Wuppertalern bei der Wupper-Curry-Wurst, die so stark und würzig ist wie die Schwebebahnpfeiler. !

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