Der (nicht so) freie Blick auf die Straße

Eigentlich wäre hier eine Straße zu sehenEndlich! So konnte man aufschreien, als der „Lärm“ einer Heckenschere vor dem Haus ertönte. Endlich werden die Büsche vor dem Fenster gekürzt, sodass man wieder auf die Straße blicken kann. Ist ja nicht das Schlechteste, wenn man „alles im Blick“ hat und auch wieder ein bisschen Licht ins Zimmer kommt. Die Büsche vor dem Fenster hatten ja auch in den letzten (sommerlichen) Wochen ein äußerst rasantes Wachstum hingelegt.

Schnell den Gärtner noch gebeten, wirklich alles radikal zu kürzen. Schließlich soll auch der Waschkeller ein bisschen „Luft bekommen“. Doch schon da hätte man durchaus stutzig werden können: Er dürfe nur so viel wegschneiden, wie sein Chef gesagt hätte, ließ einer der Gärtner wissen. Schließlich müsse „ja noch was für den Herbst bleiben“ – und er würde sich sonst strafbar machen. Ah ja. Ja, nee. Is klar! Also abwarten und Tee trinken sich überraschen lassen…

Doch die Gärtner waren in Rekordzeit fertig und verschwanden so schnell, dass man ihnen nicht einmal mehr ein „Tschüss“ hinterher rufen konnte. Warum das? Vielleicht sollte man die getane Arbeit begutachten… Und die präsentierte das, was man schon vermutet hatte: Die vordersten Gebüsche wurden maximal um 30 Zentimeter gekürzt. Und der Rest? Da passierte nichts! Gar nichts! Man kann es kaum glauben, aber von der Straße ist aus dem Fenster immer noch nichts zu sehen…

Man kann ja verstehen, dass sich die Jungs an Anweisungen ihres Chefs halten müssen und auch ihren Job behalten möchten. Aber bei dem Anblick fragt man sich ernsthaft, wofür die Herren bezahlt werden?! Für zwei Stunden Arbeit, bei der nichts rum kommt? Man hätte ja die Leiter auspacken müssen. Sonst lief das immer besser, vielleicht sollte man beim nächsten Mal Ein-Euro-Jobber verlangen. Die hätten sicher mehr Spaß an der Sache und würden mehr verdienen, als sie bekommen.

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