Warum Deutschland England besiegte…

Ist das DFB-Team auf dem Weg zum vierten WM-Titel?„Müller schießt England ab“, so titelte das Fußball-Magazin Kicker nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England im Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Nach Toren von Miroslav Klose und Lukas Podolski war es vorallem der junge Münchner Thomas Müller, der mit einem Doppelpack in der zweiten Halbzeit den 4:1-Sieg und den Einzug ins Viertelfinale sicherstellte. Alles Müller, oder was?!

Denn irgendwie hatte nicht nur eben dieser Thomas in Bloemfontein für das Weiterkommen bei der WM gesorgt. Auch ein gewisser Marcus Müller aus Wuppertal, also meiner einer, hatte irgendwie die Hände im Spiel. Das erste Match der deutschen Auswahl gegen Australien hatte ich daheim geschaut. Prompt hatte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw die Partie mit 4:0 gewonnen. Beim nächsten Spiel gegen Serbien musste ich arbeiten, am Ende kam eine 0:1-Niederlage heraus. Auch gegen Ghana war ich unterwegs, das Spiel wurde wenig überzeugend und denkbar knapp mit 1:0 gewonnen. So weit, so gut…

Das Achtelfinalspiel gegen England wurde dann wieder daheim geguckt. Grill angeschmissen, Trikot ausgepackt und mitgefiebert. Am Anfang sah es ja recht offen aus, beide Teams hatten deutlich Angst, in Rückstand zu geraten. Als Miroslav Klose dann aber das 1:0 schoss und Lukas Podolski das 2:0 nachlegte, war die Fan-Seele ein wenig beruhigt. Konnte man also mal aufstehen, ein wenig aufräumen und für Getränkenachschub sorgen. Doch das hätte ich besser nicht gemacht. Nicht nur, dass England zum 2:1-Anschlusstreffer kam, auch das wohl in die Fußball-Geschichte eingehende Bloemfontein-Tor als Wiedergutmachung für Wembley 1966 fiel in meiner Abwesenheit. Gut, zur Halbzeit stand es weiterhin 2:1, weil Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay wohl Geoff Hursts Treffer im Sinne hatte. Egal, 45 Minuten standen ja noch aus.

Und in der zweiten Hälfte war ich zum Zuschauen verdammt. Nicht, dass ich es nicht wollte. Aber all diejenigen, die zum Fußball-Gucken gekommen waren, wollten, dass ich vor dem Fernseher bleibe. Und dann kam ein gewisser Spieler mit der Nummer 13 und sorgte mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten für die Entscheidung. Thomas Müller war sein Name. Und ein gewisser Marcus Müller in Wuppertal musste Jogis Jungs helfen, dass die Engländer kein Tor mehr erzielten. Freudestrahlend saß er da, genoss die letzten Minuten und erfreute sich schließlich am Hupkonzert auf den Straßen. Nicht nur, dass Deutschland wieder einmal bei einer WM gegen England gewonnen (dabei hatte ich mich so auf das Elfmeterschießen gefreut) und eine Wiedergutmachung für Wembley sowie das bittere 1:5 in der EM-Qualifikation 2002 geschafft hatte (mein Tipp vor dem Spiel war ja 5:1), irgendwie war das sogar der Tag der Müllers!

Und im Viertelfinale darf ich gewiss keinen Fuß auf die Straße setzen…

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Kommentare

      Erdbeere
      28.06.2010, 23.14 Uhr

      Schön war das Spiel. Ich habe es zu Hause vor dem heimischen Bildschirm verfolgt und auch das ominöse nicht gegebene Tor der Engländer. Schade für England gut für unsere Jungs *g*

      Und wie heißt es so schön? Mal gewinnt man, mal verliert man!

      Nun heißt es nur noch Daumen drücken für Samsatag!

      Erdbeere mit Sommerlicheabendgrüße

      Svenja
      29.06.2010, 13.01 Uhr

      Dein Tipp (5:1) wäre ja fast aufgegangen. Ich denke, es wäre das beste, wenn du am Samstag das Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien auch zu Hause anschauen würdest! 😉

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