Kölner Taxis könnten zum Vorbild werden

Foto: Ben Fredericson (xjrlokix)Klappt etwas, das in einer Weltstadt wie Köln möglich ist, auch in der nur wenige Kilometer entfernten „Provinz“ in Wuppertal? Manchmal wäre es durchaus wünschenswert, wenn man die eine oder andere Neuigkeit aus der Domstadt hört. So vermeldete die Stadt vorgestern erst, dass es zukünftig in vielen dort verkehrenden Taxis einen Internet-Hotspot geben solle, mit dem die Fahrgäste und Taxifahrer online gehen können.

Sicherlich, Köln hat über eine Million Einwohner, Wuppertal nur knapp 352.000. Lohnt sich das da, besonders bei den Taxi-Fahrern? Sie stehen auch im Tal oft an ihren Warteständen, befördern den einen oder anderen geschäftlich reisenden Gast. Da wäre sie durchaus sinnvoll angelegt, eine solche Aktion. Wie man es eben auch in Köln angedacht hat. Taxifahrer sind am Puls der Zeit, könnten so recht preisgünstig (in Köln kostet der WLAN-Anschluss 14,90 Euro im Monat, für weitere 8,31 Euro gibt es einen USB-Stick dazu) unterwegs online sein und durchaus auch Staumeldungen zum Beispiel via twitter oder über andere Vertriebswege kundtun.

Eine andere Idee: Wenn die Wuppertaler Schwebebahn in naher Zukunft neue Züge erhält, warum rüstet man diese dann nicht mit Hotspots aus? Nicht nur die Wuppertaler könnten auf ihrem Weg zur Arbeit davon profitieren, auch Besucher aus anderen Städten könnten so einfach und ohne zusätzliche Mobilfunkkosten Werbung für die Stadt und ihr weltbekanntes Wahrzeichen machen. Frei nach dem Motto: „Hey, ich sitze gerade in der Schwebebahn. Auch wenn die Stadt viele Industrieruinen besitzt und pleite ist, Wuppertal ist eine Reise wert!“

Vielleicht überlegen es sich die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) ja mal. Mit ein bisschen Willen müsste eine solche Aktion doch zu stämmen sein. Und Wuppertal wäre sicherlich wieder ein kleines bisschen attraktiver.

Mit Bildmaterial von Ben Fredericson (xjrlokix).

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Kommentare

      psychoMUELL
      17.06.2010, 11.48 Uhr

      wer sitzt den so lange als Fahrgast im Taxi 😉

      Merlin
      18.06.2010, 10.42 Uhr

      Ein anderer Vorschlag wäre Hotspots an größeren Schwebebahnhöfen (z.B. Döppersberg/Hauptbahnhof, Alter Markt, Oberbarmen) einzurichten, da man dort sowieso häufig rumsteht oder -sitzt und auf seinen „Anschluss“ wartet.

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