Zwei „Opern“, aber kein Schauspielhaus

Ein bisschen Altwasser für die neue SchwimmoperWährend Oberbürgermeister Peter Jung immer und immer wieder tapfer die geplante Schließung des Wuppertaler Schauspielhauses verteidigt, leistet sich die Stadt wieder eine zweite „Oper“. Neben dem Akustiksaal in Barmen wurde am Donnerstag, 25. März 2010, auch die Schwimmoper nach ihrem rund zwei Jahre langen Sanierungsumbau wiedereröffnet. Und die heißt jetzt wirklich so, wie sie Jahrzehnte lang bereits genannt wurde.

Denn mit ein bisschen Wasser aus dem alten Schwimmbecken tauften Ralf Beckmann, Peter Jung und Wuppertals ehemaliges Schwimm-Ass Peter Nocke das „Stadtbad Johannisberg“ auf den Namen „Schwimmoper“. Möge da das Chlor im neuen Becken seine ganze Wirkung entfalten, sonst ist das Bad gewiss bald wieder sanierungswürdig…

„Auf das, was wir hier getan haben, kann die ganze Stadt Wuppertal stolz sein“, erklärte der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Dr. Hans-Uwe Flunkert während der Eröffnungsfeier vor geladenen Gästen. Und Oberbürgermeister Peter Jung ergänzte im Hinblick auf die sanierten Gebäude vom Opernhaus in Barmen und Schwimmoper in Elberfeld: „Ich glaube, keine Stadt in Deutschland hat innerhalb von nur zwei Jahren gleich zwei solcher Bauten in Betrieb nehmen können.“ Wenn jetzt noch der Döppersberg folgt, dann wären gleich drei „Vorzeigeobjekte“ in Wuppertal aus den verschiedenen Bereichen Kultur, Sport und Verkehr realisiert. Und das trotz einer chronisch leeren Stadtkasse.

Die Schwimmer im Tal fühlten sich bereits am ersten Tag pudelwohl in „ihrer“ Schwimmoper, wie so manches Foto beweist. Hoffentlich bleibt das auch so und das Bad intakt, denn bei 4,50 Euro Eintrittspreis für eine Einzelkarte eines Erwachsenen dürfte man durchaus was erwarten. Wieso schlägt man nicht noch einen Euro auf den Eintritt drauf? Dann könnte man mit der „Oper“ das Schauspielhaus subventionieren…

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