Landtagswahl: Dietmar Bell twittert wieder

SPD-Kandidaten: Josef Neumann, Dietmar Bell und Andreas BialasMit einer für Wuppertaler Verhältnisse neuartigen Art von Wahlkampf hatte Dietmar Bell (SPD) es im August 2009 versucht, Amtsinhaber Peter Jung (CDU) aus dem Amt des Oberbürgermeisters zu verdrängen. Besonders im Fokus stand dabei für den Herausforderer das Internet, mittels Blog (jedoch ohne eine Kommentarfunktion zur Diskussion), twitter, Facebook und Co. sollte der Einzug ins Rathaus perfekt gemacht werden.

Da Bell sich trotz der neuartigen Wahlkampfform an Jung (der mit entsprechenden Angeboten im Internet kurzfristig konterte) die Zähne ausbiss und den Kürzeren zog, kandidiert er nun im Wahlkreis 31 (Wuppertal I) bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen für seine Partei. Und setzt ein bisschen weniger aufs Internet. Zumindest ist auf den Wahlplakaten der Wuppertaler SPD keinerlei Internet-Adresse zu lesen. Dabei gibt es sie: Dietmar Bell sowie seine Parteifreunde Andreas Bialas (Wahlkreis 32, Wuppertal II) und Josef Neumann (Wahlkreis 33, Wuppertal III / Solingen-Gräfrath) treten auch online mit ähnlichen Homepages als „Drei für ein besseres Wuppertal“ an.

Und Dietmar Bell twittert auch wieder. War er nach der Kommunalwahl noch von den Wuppertaler Twitter-Nutzern dafür kritisiert worden, den Microblogging-Dienst nur als reines Wahlkampfinstrument angesehen und nicht weiter geschrieben zu haben, will er nach der Landtagswahl jedoch weiter machen. Allerdings unter einer Voraussetzung: „Wenn ich in den Landtag gewählt werde, dann werde ich auch weiter twittern“, so Bell. Gleiches gilt auch für Andreas Bialas und Josef Neumann, die sich in den vergangenen Wochen erstmals mit dieser Kommunikationsform befassten und diese schon – und zumindest bis zum 09. Mai 2010 – fleißig nutzen. Privat will das Trio nicht weiter twittern, sollten sie nicht nach Düsseldorf gewählt werden. „Das interessiert doch keinen“, so Bialas.

Übrigens: Die Homepages der SPD-Landtagskandidaten aus Wuppertal wurden von den gleichen Verantwortlichen gemacht, die für die Spitzenkandidatin Hannelore Kraft im „Kraftvoll Restaurant“ die Werbetrommel rühren und SPD-Kandidaten aus ganz Nordrhein-Westfalen in Videos vorstellen. Diese Kampagne von Stephan Braun und Carsten Czanderna von „Milltown Prod. Wuppertal“ wurde am gestrigen Tage sogar bei Spiegel Online in einem Artikel über die Onlineaktivitäten der Parteien im Rahmen der NRW-Wahl 2010 erwähnt. Und die „Drei für ein besseres Wuppertal“ waren auch schon dort, siehe Video.

Auch wenn bei der SPD im Tal also die Internetseiten der Kandidaten nicht großartig beworben werden und nicht viel Online auf den Plakaten steht, ein bisschen ist allemal „drin“. Die anderen Parteien halten sich zumindest in Wuppertal mit Aktivitäten im Internet (bislang) noch mehr zurück.

Mit Bildmaterial der SPD Wuppertal.

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