TiC: Kultur, die sich für beide Seiten lohnt

Die Verantwortlichen des TiC-Theaters freuen sichDass Kultur in Zeiten schwieriger Haushaltslagen nicht unbedingt den Bach runter gehen muss, da kann das „kleine“ TiC-Theater in Cronenberg den „großen“ Wuppertaler Bühnen im Tal durchaus etwas vormachen. Sicherlich, an der Borner Straße muss man keine Oper und ein Schauspiel unter einen Hut bekommen, aber im „Aquarium-Theater“ (TiC-Chef Stefan Hüfner: „Alles in klein, aber alles da“) wird recht positiv gewirtschaftet.

Inzwischen. Denn vor über zwei Jahren stand das TiC am Ende der Ära Stürzebecher vor dem finanziellen Abgrund. Dank zehn Gesellschafter, die den Neustart des Theaters mit 54.000 Euro ermöglichten, sowie dem Förderverein und natürlich zahlreichen Werbepartnern und Sponsoren wurde inzwischen die Wende trotz widriger wirtschaftlicher Bedingungen geschafft. Nicht zuletzt trugen auch die Besucher ihren Teil dazu bei. Während man im Jahr 1 des Wiederbeginns (2008) rund 21.700 Zuschauer in laufenden Vorstellungen erreichte, konnte diese Zahl im Jahr 2009 auf 25.100 und eine sensationelle Auslastung von 92 Prozent gesteigert werden. Zwar fielen dafür ein Großteil der Sondervorstellungen weg, letztlich konnte man aber statt 25.200 insgesamt (ohne Wuppergala in der VillaMedia sowie Auftritte auf Festen) 26.100 Zuschauer erreichen.

Da die Erlöse aus den Vorstellungen stiegen und die durchschnittlichen Theaterkosten sanken, musste im Jahr 2009 nur ein geringerer Betrag durch finanzielle Förderung gedeckt werden. Hier greift natürlich der Förderverein TiC-Club ein. Darüber hinaus kommen auch Zuschüsse von der Stadt Wuppertal (die ab dem Jahr 2010 aufgrund des Haushaltssicherungskonzeptes allerdings wohl drastisch zurückgefahren werden) sowie aus Werbung und Spenden. Dass mit 10.000 Euro von der Schuler-Stiftung, dessen Stiftungsbeirat der TiC-Beirat Peter Krämer vorsteht, die Bilanz natürlich ein bisschen aufpoliert werden konnte, lässt auf den ersten Blick ein wenig komisch anmuten. Allerdings ist das TiC-Theater im Rahmen der Ziele der Schuler-Stiftung förderungswürdig.

Alles in allem lässt sich beim Blick auf die Zahlen feststellen, dass das TiC-Theater auf einem guten Weg ist. Bühnen haben es allgemein schwer, besonders in der heutigen Zeit im Tal. Aber mit viel Engagement arbeitet man in Cronenberg gegen diesen Trend. Man hat einen gewissen Rückhalt, zahreiche Sponsoren, treue Besucher und eine große Fangemeinde. Und das ist auch dringend nötig, um überleben zu können. Wenn allerdings die Förderungen von der Stadt und gewonnene Preise ausbleiben, dann ist man umso mehr auf die Zuschauer angewiesen. Und auf den Förderverein. Kein Wunder also, dass derzeit dort kräftig die Werbetrommel gerührt wird. Das TiC macht es vor, wie es gehen kann.

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