Sparkasse: Karten-Update kommt später

“Mehr als 50.000 Karten fehlen”, titelte die Wuppertaler Rundschau in ihrer Ausgabe vom 06. März 2010 auf der Titelseite. Nach Angaben der Stadtsparkasse Wuppertal habe man bislang in Folge des Chipsoftware-Fehlers bei einigen EC- und Kreditkarten seit Anfang Januar 2010 “nur” 41.788 EC-Karten repariert, rund 32.000 würden noch fehlen. Bei den von der Sparkasse ausgegebenen Kreditkarten sieht es zudem noch etwas drastischer aus: Von 20.000 Karteninhabern hätten erst ganze 1.572 “die Chips kostenlos am Geldautomaten überprüfen, bzw. den bundesweiten Programmierfehler beheben lassen”, schreibt die Wuppertaler Rundschau in eindringlichen Worten.

Sollen diese Zahlen verwundern? Es gibt gewiss zahlreiche Sparkassen-Kunden, die ihre EC-Karte nicht tagtäglich benötigen und daher nicht die Notwendigkeit sehen, das Update durchführen zu lassen. Solange man spätestens am Schalter an Bares kommt, ist doch alles gut. Bei den Kreditkarten dürfte darüber hinaus auch ein anderer Grund vorliegen. Denn viele Karteninhaber haben in den vergangenen Wochen vom Deutschen Sparkassenverlag, dem Karten-Dienstleister der Wuppertaler Stadtsparkasse, Post zum Chipkarten-Problem erhalten.

Dort heißt es, man solle seinen persönlichen Kundenberater aufsuchen, um ein kurzes Update durchführen zu lassen. Doch wissen alle Kunden, wer der jeweilige “persönliche Kundenberater” ist? Haben die Kundenberater dann Zeit, wenn man selbst Zeit hat? Da ist doch der alternative Lösungsvorschlag deutlich einfacher: “Ab Mitte März können Sie Ihre Karte auch ganz einfach selbst im Rahmen der Kartenechtheitsprüfung an einem der ca. 25.000 Geldautomaten der Sparkassen und Landesbanken mit einem Update aktualisieren”, heißt es im Schreiben des Deutschen Sparkassenverlags weiter.

Kein Wunder also, dass so wenige Kreditkarten bislang aktualisiert wurden. Wenn man erst recht spät über diesen Umstand informiert wird (teilweise erst Anfang März 2010) und dann auch noch empfohlen wird, die “einfachere” Variante mit den Geldautomaten zu wählen, die ab Mitte März möglich sein soll. Da muss sich die Stadtsparkasse Wuppertal über so viel “Update-Müdigkeit” ihrer Kunden doch gar nicht wundern: Vielleicht sollte man sich mit seinem Karten-Dienstleister erstmal vorher abstimmen, bevor man öffentlich zur Aktualisierung mahnt.

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Kommentare

      Miriam aus der Finanzwelt
      27.03.2010, 12.53 Uhr

      Dieses Kartenupdate mussten alle machen, auch die VR Banken 🙁

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