Ein Titans-Höhenflug zum Saisonende

Thilo Späth und Florian Wilhelm in Aktion gegen FriedrichshafenGegen Ende der Saison in der Volleyball- Bundesliga werden die Wuppertal Titans irgendwie immer besser. Mit gleich drei Niederlagen in Folge in die erste Saison der Nach-Bayer-Zeit gestartet, konnten zwischenzeitlich jedoch genug Punkte gesammelt werden, um in der ersten Liga zu verbleiben. Wenn auch letztlich wohl äußerst knapp, das nachträglich gesteckte Saisonziel wurde jedoch erreicht. Und das ist es, was letztlich wirklich zählt.

Die Querelen im Umfeld, mit den Fans sind da fast schon vergessen. Der radikale Schritt, mitten in der Saison die Mannschaft und ihre Verträge in Frage zu stellen, hat geholfen. Die Titans sind immer besser in Fahrt gekommen. Die wichtigen Spiele konnten am Ende für sich entschieden werden, auch wenn so mancher Punkt leichtfertig liegen gelassen wurde. Am Ende setzt man nun sogar noch zu einem kleinen “Höhenflug” an, nach dem vorletzten Spieltag rangiert man nicht mehr auf dem drittletzten, sondern auf dem neunten Tabellenrang.

Zu einem äußerst positven Erscheinungsbild trugen nicht nur die gewonnenen Spiele bei. Im wichtigsten Spiel der Saison gegen VCO Berlin präsentierte man sich siegesgewiss. Schließlich konnte man durch diesen Erfolg letztlich den Klassenerhalt besiegeln. Aber auch das Spiel gegen den amtierenden deutschen Meister aus Friedrichshafen lässt für die neue Saison hoffen. Mit Kampfeswillen und viel neuen Selbstbewusstsein konnte man gegen die ehemalige Über-Mannschaft vom Bodensee zwar keinen Satz gewinnen, trotzte dem VfB in eigener Halle im zweiten Durchgang allerdings ein 37:39 ab. Allein dieser Satz verdient höchsten Respekt für das Team von Titans-Trainer Jens Larsen.

Bleibt zu hoffen, dass es dem akribisch arbeitenden Management nach dem letzten Spiel in Berlin gelingt, die Mannschaft für die kommende Saison im Kern zusammenzuhalten und gezielt zu verstärken. Auch wenn die finanziellen Mittel hierfür nicht einfach so vom Himmel fallen, eine weitere Saison Bundesliga-Volleyball ist ermöglicht. Jetzt muss man nur gucken, dass man daraus auch das Beste macht und die Erfolge auf langfristige Sicht wieder nach Wuppertal kommen. Vielleicht mag sich ja auch der eine oder andere abgewanderte Bayer-Fan wieder in der Sporthalle an der Rutenbeck blicken lassen. Den Titans und dem gesamten Volleyball-Sport im Tal täte dies gewiss gut…

Aber wer war eigentlich der beste Spieler der Premieren-Saison bei den Wuppertal Titans? Auf www.schranni.com kann man tradionell (und inoffiziell) den besten Titanen der Spielzeit 2008/09 bis zum letzten Spieltag, im Maximalfall also bis zum fünften Play-Off-Endspiel am 10. Mai 2009, wählen.

Mit Bildmaterial von Katharina Malik.

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