Wuppertal wehrt sich in Düsseldorf

Wuppertaler wollen in Düsseldorf demonstrierenEnde Dezember 2008 hat das Land NRW Städtebaufördermittel für die integrierte Stadtteilentwicklung im Tal gekürzt. In den betroffenen Quartieren (von Oberbarmen über Unterbarmen, den Ostersbaum, die Nordstadt und den Arrenberg) sind über 75.000 Menschen von diesen Streichungen betroffen. Insgesamt fehlen jetzt etwas mehr als zwei Millionen Euro. Diese Kürzungen betreffen besonders die ärmeren Quartiere.

Durch die schlechte Finanzlage der Stadt Wuppertal gibt es kaum Möglichkeiten, die ausgefallenen Mittel zu ersetzen. Nur für ein oder zwei Projekte gibt es Gelder aus Restmitteln, eine nachhaltige und wichtige Stadtteilentwicklung ist aber so nicht möglich. Deshalb muss sich Wuppertal wehren – und „Wuppertal wehrt sich“! Genauso heißt nämlich eine Initiative von betroffenen Akteuren, die am Dienstag, 17. März 2009, in Düsseldorf bei der Landesregierung für eine Stadt, in der Stadtteile lebenswert und attraktiv gestaltet sind, demonstriert.

Auch aus der Wuppertaler Politik gibt es Unterstützung: Sowohl der SPD-Bundestagsabgeordnete Manfred Zöllmer als auch Dietmar Bell als roter Oberbürgermeister-Kandidat und Lorenz Bahr als OB-Kandidat der Grünen rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf. Ebenso hat Oberbürgermeister Peter Jung – zumindest inoffiziell – auf die Demo reagiert: Er hat zwar den Sozialvereinen seine Solidarität bekundet, befindet sich nach eigenen Angaben aber in einem „Rollenkonflikt“ und hat allen städtischen Bediensteten die Teilnahme verboten.

Treffpunkt am 17. März 2009 ist um 08.30 Uhr auf dem Parkplatz am Stadion am Zoo oder um 10.45 Uhr auf den Rheinwiesen gegenüber des Landtags in Düsseldorf. Informationen zur Demo und zur Initiative gibt es im Internet unter www.wuppertal-wehrt-sich.de.

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Kommentare

      wupperblog
      17.03.2009, 12.16 Uhr

      “Aufschwung am Arrenberg” lädt zum Forum…

      So mancher Stadtteil hat es in Wuppertal schwer. Leerstände von Ladenlokalen und Wohnungen sind genauso zu beklagen wie ein oftmals mangelndes Miteinander. Am auch von den Streichungen der Städtebaufördermittel für die integrierte S…

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