Schwimmbäder: Mal Papier, mal Coins…

Gleiche Technik, aber Eintritt immer nur mit speziellen CoinsWirtschaftskrise hin, Rezession her: Bei der momentanen Finanzlage wird auch in Wuppertal an allen Ecken und Enden gekürzt und gespart. So auch in vielen städtischen Schwimmbädern: Statt dass ein Mitarbeiter an der Kasse sitzt und berät oder die Eintrittskarten verkauft, steht ein Automat zur Selbstbedienung bereit. Beim Blindentarif redet der Automat mit einem, aber sonst ist alles unpersönlich. Aber darum soll es hier nicht gehen…

Vor einiger Zeit wurden in den städtischen Schwimmbädern in Wuppertal auch die Eintrittskarten in Papierform abgeschafft und Coins eingeführt. Diese Coins unterscheiden sich nicht in ihrem Aussehen und ihrer Beschaffenheit sondern lediglich in der Farbe. Beim Kauf einer sogenannten Mehrfach-„Karte“ und der Vereinheitlichung der Eintrittspreise in allen städtischen Bädern ist davon auszugehen, dass man mit dem Coin in jedes Schwimmbad der Stadt reinkommen mag. Schließlich wird – außer im Schwimmsport-Leistungszentrum (SSLZ) auf Küllenhahn nirgendwo darauf hingewiesen, dass es nicht so wäre. Auch ein Vermerk an der Kasse, Badegäste mit Mehrfachkarten sollten bitte an der Tür zu klingeln, damit das Personal diese öffne, bestätigt die Vermutung eigentlich. Doch dem ist (leider) nicht so…

Ganz im Gegenteil: Die Coins werden nicht von jedem Eingangsautomaten erkannt. Und vom Personal wird man kurz und knapp darüber informiert, dass nur Mehrfachkarten in Papierform angenommen würden. Diese könnten ja ohne Probleme „abgehakt“ werden. Besitzer eines Coins, der in einem anderen Schwimmbad erworben wurde, müssen sich aber einen neuen Coin im entsprechenden Schwimmbad kaufen.

Wozu holt man dann Mehrfach-Karten, wenn man auch mal aus zeitlichen Gründen sich in einem anderen Bad sportlich betätigen möchte? Warum wurden eigentlich alle Eingangsautomaten vereinheitlicht, wenn sie doch keine Coins aus anderen Schimmbädern annehmen? Und weshalb kann man in vielen städtischen Schwimmbädern dank der ausschließlich im Eingangsbereich aufgestellten Automaten keine Eintrittskarten in Papierform mehr erwerben, obwohl man mit diesen dann auch in anderen Bädern schwimmen könnte? Das ist nicht fair. Einheitlich und sportfreundlich sieht anders aus, liebe Stadt Wuppertal!

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Kommentare

      cronhill
      02.03.2009, 15.05 Uhr

      Dafür muß man dann im Leistungszentrum durch einen sehr engen Durchgang seine Tasche quetschen. Es ist eben typisch Wuppertal.

      Katharina Malik
      02.03.2009, 15.14 Uhr

      Nicht nur im Leistungszentrum. So langsam gibt es überall diese Drehtüren.

      cronhill
      03.03.2009, 12.49 Uhr

      Noch vor einer Woche gab es im Gartenhallenbad Cronenberg eine Kassiererin. Dafür muß man dort den altes Fett-Geruch beim Schwimmen ertragen. Was beweist, dass so etwas die unpassende Gastronmie zum Schwimmbad ist.

      Mal sehen, ob dort die Drehtür schon Einzug erhalten hat.

      Aber mit den Missing 40.000.000 wird alles noch schlimmer werden!

      Marcus Müller
      10.03.2009, 22.31 Uhr

      @cronhill
      Diesen engen Durchgang gibt es in Ronsdorf auch. Da kommt man fast nicht mit einem Rucksack durch. Denkt eigentlich keiner mit? Oder sollen die Schwimmbäder nur von schlanken Sportlern besucht werden? Dass die älteren Schwimmerinnen und Schwimmer sowas mitmachen…

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