Als ein Flugzeug in ein Wohnhaus fiel

Auf den Tag genau zwanzig Jahre ist es nun her, dass Wuppertals Nachbarstadt Remscheid eine der größten Katastrophen seiner Geschichte erlebte. Am 08. Dezember 1988 war es, als gegen 13.28 Uhr ein vom Militärflughafen Nörvenich bei Köln gestartetes amerikanisches Kampfflugzeug vom Typ Fairchild-Republic A-10 in ein Wohnhaus an der Stockder Straße im Stadtteil Hasten fliegt und auf einem angrenzenden Firmengelände zerschellt. Sieben Menschen – darunter auch der Pilot – sterben, über 50 werden verletzt. Die Worte des damaligen NRW- Ministerpräsidtenten Johannes Rau bleiben für immer in den Ohren: “Schrecklich! Schrecklich! Das ist wie im Krieg!”

Auch zwanzig Jahre nach dem Unglück bewegt die Tragödie die Remscheider noch immer, wie die Medienberichte am heutigen Tag allesamt zeigen. War wirklich nur Übungsmunition an Bord, so wie es vom US-Militär immer hieß? Warum wurde die Absturzstelle von bewaffneten Wachposten abgesperrt? Stammen die im Nachhinein festgestellten erhöhten PCB-Werte wirklich von einem Transformator-Brand aus dem Zweiten Weltkrieg? War der krebserregende Treibstoff des Flugzeugs ursächlich für die bei Anwohnern festgestellten Krebs- sowie die Hauterkrankungen? Fragen über Fragen. Und endgültige Antworten wird es wohl nie darauf geben. Nur das, was entweder offiziell bestätigt wurde, oder was als mögliche Antwort in Betracht kommen könnte. Das hilft den ehemaligen Bewohnern und Überlebenden sowie auch den Hinterbliebenen der sieben Todesopfern allerdings auch nicht weiter.

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