Gereizte Stimmung bei Wuppertal Titans

Die Titans müssen derzeit ihre Köpfe zusammensteckenZiemlich turbulent geht es derzeit im Umfeld der Bundesliga-Volleyballer der Wuppertal Titans zu. Denn nachdem die Saison mit bisher erst zwei Siegen aus neun Spielen begonnen hat, machen auch die Fans im Umfeld jede Menge Stunk. Im Gästebuch der Fan-Seite www.titans-fans.de wettern sie gegen die Mannschaft, vorallem aber gegen das Management des aus dem SV Bayer hervorgegangenen Betriebsgesellschaft.

Der Höhepunkt der Streitereien war erreicht, als Titans-Manager Thorsten Westhoff nach schweren Vorwürfen öffentlich Stellung bezog und einige ehemals für den SV Bayer ehrenamtlich tätige Volleyball-Fans dabei direkt ansprach. Lars Dinglinger, sowohl Bundesliga-Spieler als auch Mitarbeiter in der Titans-Geschäftsstelle, ließ sich zu ähnlichem hinreißen. Doch kaum war der öffentliche Streit nach Intervention des Seitenbetreibers zurückgegangen, machten die Titans wieder durch sportlichen Misserfolg von sich reden. Teilweise standen sie sogar auf einem Abstiegsplatz.

Nach der 0:3-Heimniederlage am Sonntagnachmittag, 23. November 2008, gegen den TV Rottenburg kündigte Westhoff an, dass man sich von einem „Titanen“ trennen und stattdessen Coach Jens Larsen sein Comeback als Spielertrainer feiern werde. Aus dem Grund, damit wieder eine „Spielerpersönlichkeit“ auf dem Feld stünde. Während andere Teams auf dem Transfermarkt noch einmal zuschlagen, muss man bei den finanziell klammen Wuppertalern andere Wege bestreiten, die auch nicht gerade „vornehm“ sind. Denn die acht Stammkräfte sollten in einer geheimen Abstimmung klären, „wer oder was stört“. Auch hinsichtlich der Entlassung eines Spielers, damit die teure Larsen-Lizenz bezahlt werden kann.

Ob es wirklich zu der drastischen Maßnahme kommt, das werden die Wuppertal Titans am Mittwochmorgen, 26. November 2008, auf einer Pressekonferenz bekanntgeben. „Herr Thorsten Westhoff, Manager der Wuppertal Titans, der Chef-Trainer Jens Larsen sowie Spieler der Titans informieren über die am Sonntag infolge der erneuten Heimniederlage eingeleiteten Prozesse und deren Ausgang“, heißt es in der Einladung.

Eines ist jedoch gewiss: Das ganze Theater hat dem Team sicherlich sehr geschadet. Ob man mit einer solchen öffentlichen Darstellung leichter Partner in der Wuppertaler Wirtschaft finden kann, darf bezweifelt werden. Und wenn irgendwann kein Bundesliga-Volleyball mehr im Tal gespielt wird, dann sind die Fans mit ihren Sticheleien nicht unschuldig…

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Kommentare

      Lars
      25.11.2008, 16.00 Uhr

      Hallo Marcus,
      Der Bericht ist eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse. Bis auf den letzten Satz auch ganz richtig.

      Denn genau die Fans, die angesprochen werden, sind diejenigen, die am liebsten viel für den Sport und die MANNSCHAFT getan hätten. Nur leider wurden sie nicht gelassen. Im Gegenteil: Sie wurden ignoriert, und dann sogar angegriffen.

      Verstehe da einer die Logik????????

      CU Lars

      Marcus Müller
      25.11.2008, 16.15 Uhr

      Hallo Lars,

      man muss sich als Fan nicht alles gefallen lassen. Das ist klar und bekommt man allwöchentlich in Wuppertal ja auch am Beispiel WSV vorgeführt.

      Nur ist es die Frage, ob immer weitere Sticheleien helfen, wenn die Mitarbeit nicht gewünscht ist. Klar, man lässt „sein Baby“, für das man jahrelang da war, nicht so einfach aus den Händen. Und das Management wäre auch gut beraten gewesen, nicht nur frischen Wind reinzubringen, sondern auch auf „Stammkräfte“ zu setzen (die Mischung machts). Nur wenn die ehrenamtliche Mitarbeit nicht erwünscht ist (obwohl man auf der Homepage angeblich noch händeringend nach Helfern sucht), dann sollte man das persönlich klären und nicht öffentlich austragen.

      Auf beiden Seiten sind Fehler gemacht worden und werden auch in Zukunft Fehler gemacht werden. Und der Umbruch der „Nach-Bayer-Zeit“ war gewiss nicht leicht. Da verschmerzt man vielleicht auch mal dem Team den einen oder anderen verlorenen Satz. Nur hat man mit den ganzen Aktionen neben dem Spielfeld und besonders im Internet nicht gerade Ruhe in die Mannschaft gebracht. Das Ergebnis sehen wir gerade…

      wupperblog
      26.11.2008, 19.41 Uhr

      Titans machen mit “neuem” Team weiter…

      Das Theater bei den Wuppertal Titans nach dem misslungenen Saisonauftakt scheint nun endlich ein Ende zu nehmen. Zumindest innerhalb der Mannschaft selbst. Nachdem das Management die Spieler vor die Wahl gestellt hatte, einen Spieler auszuwählen…..

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