Lichtscheine doch noch was wert?

Schwebebahn-Beleuchtung endlich auch am Alten MarktGanze vier Jahre mussten die Barmer warten, dann kam endlich die Erlösung. NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke sagte Oberbürgermeister Peter Jung und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig Landesmittel für den nächsten Abschnitt der Schwebebahn-Beleuchtung zu. Nachdem das Projekt in Elberfeld zwischen Ohligsmühle und Kluse im Jahr 2003 realisiert worden war, sollte Barmen ein Jahr später folgen… Doch Pustekuchen!

Kein Geld, keine LEDs – so hieß es damals. Schon der erste Teilabschnitt in Elberfeld war ein Reinfall: Die Beleuchtung bei der Premiere funktionierte nicht so wie sie sollte, und tausende Wuppertaler mussten ungeduldig wartend vertröstet werden – irgendwann funktionierte es dann doch.

Gelernt hatte man durch diese halbe Pleite kaum: Schon 2004 wurden eifrig „Lichtscheine“ verkauft und auf diesem Weg so mancher Euro in die Kasse gespült, damit auch die vernachlässigten Barmer zu ihrer Beleuchtung kommen sollten. Angeblich rund 37.000 Euro, von denen 20.000 Euro bereits in die Lichtplanung investiert wurden. Doch Landesmittel verzögerten sich – und damit das gesamte Projekt. Nun, vier Jahre später, soll das „Lampenfieber“ nun auch endlich in Barmen ankommen. Pünktlich zum 200. Geburtstag des Stadtteils. Reichlich spät, aber immerhin haben die Wuppertaler ihr Geld für die seinerzeit drei Euro teuren „Lichtscheine“ nicht zum Fenster hinausgeworfen.

Insgesamt 170.000 Euro wird die Schwebebahn-Beleuchtung im Barmer Abschnitt wohl kosten. 120.000 Euro gibt es von als Landesförderung, plus die 37.000 Euro aus dem „Lichtschein“-Verkauf und als Spenden von Firmen sind sicher. Den Rest muss wohl die finanziell arg gebeutelte Stadt beisteuern. Ob das dann sobald auch mal klappt? Schließlich heißt es auf wuppertal.de: „Der Zeitplan für Ausschreibung, technische Abwicklung, Herstellung und Montage der Leuchten steht noch nicht fest, wird aber mehrere Monate in Anspruch nehmen.“ Für Verwirrung sorgt auch der Spendenzähler auf der offiziellen Internet-Präsenz zum „Lampenfieber“ 300.000 Euro sind da ausgewiesen. Für Elberfeld und Barmen zusammen? Inklusive Landes- und städtische Mittel sowie Spenden?

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