Radfahrer bangten um ihre Gesundheit

Mal Sonne, mal Regen beim Uni-RadrennenEigentlich soll man sich bei einem Gewitter nicht gerade aufs Fahrrad setzen und durch die Gegend fahren. Das bekommt man zumindest immer an allen Ecken und Enden zu hören, wenn einem erklärt wird, wie man sich bei einem Gewitter zu verhalten hat. Am Samstag, 26. Juli 2008, taten es dennoch über 350 Radfahrer, die an zwei Wettbewerben des 18. UNI-Radrennens des RC Musketier teilnahmen.

Denn während über Elberfeld ein Unwetter tobte, ließ man beim Radrennen rund um die Bergische Universität Wuppertal die Fahrer einfach weiter in die Pedale treten. In der Juniorenklasse stiegen von 200 Startern 180 aus dem Rennen aus. Eine richtige Entscheidung. Denn man sollte nicht sein Leben aufs Spiel setzen, nur um ein bisschen Preisgeld und einen Rennsieg zu erreichen. Während des Hauptrennens war das Unwetter dann zwar schon weg, Blitz und Donner kamen aber am Abend wieder. Es lag halt wahrlich „dicke Luft“ über dem Tal…

Aber wieso konnten die Veranstalter das Rennen spätestens bei dem ersten Blitz oder den ersten Regentropfen nicht verkürzen oder gar abbrechen, wenn die Gesundheit der Radfahrer – auch in Hinsicht auf gefährliche Stürze auf dem abschüssigen Teil – auf dem Spiel steht? Viele Zuschauer haben schnell gemacht, dass sie in Sicherheit kamen, die Radfahrer mussten weiter radeln. Da hätte man sich wahrlich ein Beispiel an den Organisatoren des Sambatrassenlaufs nehmen können: Die hatten den 1. Bergischen Firmenlauf zu schnell abgesagt, da ein Unwetter angekündigt war. Das Unwetter blieb aus und die Läufer gingen privat auf die Strecke, aber anders herum ist das sicherlich nicht gerade besser. Die Radsport-Veranstalter haben letztlich nochmal Glück gehabt…

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