Spuckte Polizistin eine 18-Jährige an?

Es gibt schon sonderbare Pressemitteilungen von der Polizei. Da vermeldeten die Wuppertaler Ordnungshüter am Montagmorgen, 16. Juni 2008, ganz stolz, dass sie die Friedrich-Engels-Allee am Sonntagmittag kurzzeitig sperren mussten. Nicht gerade ein alltäglicher Einsatz, das passiert meist nur, wenn Fußballfans unterwegs sind und einen Sieg ihrer Nationalmannschaft während der Welt- oder Europameisterschaft feiern. Heuer waren sie es allerdings erst zu später Stunde, vorher musste noch eine Entenfamilie sicher in Richtung Wupper geleitet werden.

Noch ein bisschen spektakulärer ging es jedoch am gleichen Tag bei der Bundespolizeidirektion Düsseldorf zu. Dort beschäftigte eine 18-jährige Wuppertalerin die Beamten, weil sie ohne ein Ticket im ICE unterwegs gewesen war und anschließend nicht aussteigen wollte. Von einem „äußerst renitenten“ Verhalten ist in der dazugehörigen Pressemitteilung die Rede. Und unter anderem auch folgende Passage zu lesen:

Mit vier Beamten wurde die Wuppertalerin zur Wache der Bundespolizei am Düsseldorfer Hauptbahnhof getragen. Auf der Wache versuchte sie die Einsatzkräfte zu schlagen. Eine Polizeibeamtin bespuckte sie, traf sie aber nicht.

Hat etwa wirklich eine Polizeibeamtin die 18-jährige Wuppertalerin bespuckt? So hört es sich zumindest aufgrund des Satzbaus an. Wäre aber auch peinlich, denn schießen sollen Polizisten können, beim Spucken treffen sie aber ihre „Gegner“ nicht. Nicht minder peinlich ist es aber, wenn Polizisten dann noch nicht einmal einen richtig zu interpretierenden deutschen Satz formulieren können, in dem alle Unklarheiten beseitigt sind. Man kann davon ausgehen, dass es die 18-Jährige war, die eine Beamtin bespruckte, aber den Eindruck erhält man durch diese mangelhafte Formulierung in der Pressemitteilung leider nicht…

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Kommentare

      Thommy
      17.06.2008, 09.20 Uhr

      Der Schreiberling war wohl mit dem Kopp auch schon beim Spiel 😉

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