Nicht nur für Gesundheit schädlich

Da fasst die Wuppertaler Rundschau in ihrer Mittwochsausgabe vom 21. Mai 2008 auf der Titelseite ein Thema an, das in den vergangenen Wochen schonmal öfters im Tal in kleineren Unterhaltungen ausgiebig diskutiert wurde. Im Rahmen des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen auch in Wuppertaler Schulen inzwischen untersagt. Resultat daraus: Die qualmenden Schüler treffen sich vor dem Gebäude und verpesten dort die Luft. Natürlich nicht, ohne auch ihre „Abfälle“ während oder nach dem „Genuss“ in der Natur zu verteilen. Im konkreten Beispiel geht es um das Ganztagsgymnasium Johannes Rau an der Siegesstraße. Doch wieso sollte es auch anders sein?

Sicherlich gibt es Raucher, die ihre Stummel fein säuberlich auf irgendeinem Papierkorb ausdrücken und anschließend in selbigen werfen. Vorbildlich, denn so verschmutzt man wenigstens nicht die Umwelt. Aber ist es nicht auch zur Unsitte verkommen, die Kippen einfach auf den Boden zu werfen und dort auszutreten? Die Reste bleiben dann dort liegen, bis sie von der Straßenreinigung dann schließlich aufgesammelt werden. Wenn die überhaupt in einigen Straßen mal vorbeischaut.

„Die Kippen verrotten doch“, hört man dann von den „Übeltätern“, die ihre Kippen auf der Straße entsorgen. Klar, Papier und andere Stoffe auch. Soll man den Kindern, die sich in einer Pommesbude etwas zu essen geholt haben und anschließend die Verpackung nach dem Verzehr fein säuberlich in die Gebüsche werfen auch erzählen: Ihr dürft das, schließlich verrottet das irgendwann mal? In der Zwischenzeit stören sich aber andere Leute an dem Dreck auf der Straße – nicht nur der Umwelt tut das nicht gut. Soll Wuppertal schöner werden oder qualvoll im Müll ersticken?

Warum sind dann einige(!) Leute so uneinsichtig und verteilen ihren Müll in der Natur? Besonders dann, wenn ein Mülleimer – wie an der Siegesstraße – direkt nebenan ist… Vielleicht sollte man notorischen Umweltverschmutzern nicht nur kleine Bußgelder zahlen lassen, sondern auch Strafen auferlegen, die so manchen Sangesstar auch schon ein bisschen zurechtgewiesen haben. Denn Kleinvieh macht auch Mist – es müssen nicht immer nur Autoreifen oder Sperrmüll sein!

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Kommentare

      SuMu
      23.05.2008, 09.07 Uhr

      So lange es noch Ein-Euro-Jobber für diese Jobs gibt, ist es denen wohl total egal! 🙁

      Thommy
      23.05.2008, 09.44 Uhr

      Willste dann demnächst vor jede Schule und in jeder Pause zwei Juppies vom Ordnungsamt, als Aufseher daa hin schicken? Eine Kosten-Nutzenrechnung wird dieses Modell schnell zerstören. Es geht darum ,dass die Schüler von der Schule – resp. vom Elternhaus – dazu angehalten werden die Kippenstummel zu entsorgen. Das … oder die Einrichtung eines Säuberungsdienstes sollten das Problem doch lösen. Wirklich schwer ist das nicht…

      Marcus Müller
      23.05.2008, 10.02 Uhr

      Nein, die Bußgelder sollen dann fällig werden, wenn man jemanden auf frischer Tat ertappt. Extra dafür jemanden abstellen ist nicht nötig. Ein Reinigungsdienst würde die Verschmutzung beheben, solang dann auch darauf aufgepasst wird, dass das konsequent durchgeführt wird und die Schüler sich dann untereinander anhalten, alles einfach in die Umgebung statt in den Mülleimer zu werfen Wieso sollen eigentlich andere immer das ausbaden, was im Elternhaus kläglich versäumt wird? Aber schlimm ist ja, dass die Jugendlichen das manchmal von ihren Eltern nicht anders vorgemacht bekommen…

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