Ausnahmezustand auf Lichtscheid

Sind das nun die ersten Versuche, Ronsdorf von Wuppertal abzukapseln und eigenständig werden zu lassen? Oder wird der Stadtteil auf den Südhöhen nun gar wieder – bis 1929 gehörte Ronsdorf schließlich zum Landkreis Lennep – an Remscheid „angehängt“? Die Ronsdorfer müssen wirklich ein dickes Fell haben, was sie sich seit September 2007 haben bieten lassen. Lange Staus auf der Parkstraße gehören seit der Baumaßnahmen am Überflieger auf Lichtscheid zum alltäglichen Bild. In den Nachmittagsstunden ist die Lage besonders schlimm, denn dann steht dem Feierabendverkehr nach Ronsdorf nur eine einzige Spur zur Verfügung, um wieder nach Hause zu kommen.

Staus bis zum Freudenberg oder länger und lange Wartezeiten sind da vorprogrammiert. Doch das wird nun ein Ende haben, nachdem die Arbeiten nach wochenlangem Stillstand wegen unpassendem Wetter mit einem Monat Verspätung endlich abgeschlossen werden konnten. Bis Ende Juni 2008 sollen die Bauarbeiten am Überflieger noch andauern, weil auf der bereits reparierten Südseite inzwischen neue Schäden entdeckt wurden. Also die ganze Verkehrsführung wieder umbauen und die ganzen Autos dann nun wieder über die nördliche Spur des Überfliegers lenken.

Doch wieso baut man die ganze Sache an einem Samstagvormittag um, wenn zahlreiche Ronsdorfer runter ins Tal wollen. Samstags kann man in Elberfeld und Barmen einkaufen, zudem steht am 17. Mai die Einweihung der Schwebebahnstation Vohwinkel, Flohmärkte und einiges mehr an. Kein Wunder also, dass sich der Verkehr von Lichtscheid bis teilweise zum Ronsdorfer Dialysezentrum staut. Die Nerven der Autofahrer werden dabei natürlich bis aufs Äußerste strapaziert!

Ganze vierzig Minuten Verspätung haben so manche Busse in Richtung Elberfeld. Kein Wunder, dass man da so manchen Termin gnadenlos verpasst, wenn man dann reichlich später als geplant am verabredeten Treffpunkt ankommt. Ein dickes Sorry an den wupperklickr!

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Kommentare

      MoehBlog
      17.05.2008, 14.58 Uhr

      Ich habe meine ersten 21 Jahre im Leben in Ronsdorf gelegt. Und es wird schon seinen Grund haben warum die sich selber Ronsdorfer nennen. Doch Lichtscheid ist doch noch harmlos, weil es nicht für immer ist.

      Guck mal in Vohwinkel. Wer über den Westring will, ist am Feierabend grundsätzlich im Stau und das schon seit vielen Jahren. Und dann rund um den Kaiserplatz, die große Kreuzung (Kaiserstrasse, Vohwinkelstra0e, Bahnhofstr). Die ist ständig dicht, durch Feierabendverkehr, Akzenta-Besuche rund Park&Ride-Fahrern.Ich lebe gut 8 Jahre hier und es ändert sich nix.

      Da haben die Ronsdorfer es doch richtig gut. 😉

      Vohwinkel ist ein viel zu groß gewordenes Dorf und keiner findet eine Lösung. Aber da ja Wuppertal jährlich ein paar tausende an Bürger verliert, dürfte es ja irgendwann auch in Vohwinkel wieder erträglich sein.Da hilft halt nur die Helmut Kohl Methode. Einfach aussitzen.

      Marcus Müller
      19.05.2008, 13.22 Uhr

      Ja, zur Rush Hour am frühen Morgen oder am Nachmittag ist auf Lichtscheid auch so schon genug los. Da können wir teilweise auch mit Vohwinkel mithalten. Aber wenn wochenlang nichts auf der Baustelle getan wird, da die Temperaturen nicht mitspielten, dann wird die Wut noch größer, wenn dann die einzige (richtige) Verbindung nach Elberfeld und Barmen zur besten Verkehrszeit gesperrt wird. Und wenn sie dann auf der Südseite des Überfliegers weit vor Termin fertig waren und nun, obwohl schon einen halben Monat über die Zeit, dort wieder arbeiten müssen, weil was „übersehen“ wurde… Langsam haben die Ronsdorfern keine Geduld mehr…

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