Kein Handygebimmel mehr?

Weder nerviges Handyklingeln noch Telefonate sollen zukünftig in der österreichischen Stadt Graz zu hören sein. Die Fahrgäste in den dortigen Verkehrsbetrieben seien dazu angehalten, ihre Mobiltelefone in den Lautlos-Modus zu schalten und keine Anrufe anzunehmen oder zu tätigen. Das berichtet “Spiegel Online” und heizt damit wieder die Frage an, ob Telefonieren in der Öffentlichkeit wirklich nervig ist.

Auch in Wuppertal kann man es dauernd beobachten. Vornehmlich junge Damen und Herren manchen exzessiv von ihrem Mobiltelefon gebrauch und unterhalten damit meist den ganzen Bus. Wenn nicht gerade ohne Kopfhörer Musik gehört wird, klingelt in irgendeiner Hosentasche wieder ein Handy. Und wenn dann telefoniert wird, ist die Verbindung natürlich so schlecht, dass man seinen Gesprächspartner fast schon anschreien muss – und die anderen Fahrgäste um sich herum verärgert.

In den Beförderungsrichtlinien der Grazer Verkehrsbetriebe heißt es dazu: “Mit Rücksicht auf andere Fahrgäste besteht in den Fahrzeugen das Gebot, mit Mobiltelefonen das Telefonieren zu unterlassen und nur die zusätzlichen Funktionen des Handys im Lautlos-Modus zu nutzen.” Verboten ist es nicht, aber man soll sich dran halten. Und wer dies nicht tut und auch nach Aufforderung das Telefonieren nicht einstellt, soll sogar in letzter Konsequenz des Busses verwiesen werden.

In Wuppertal kennen wir das ja auch schon in anderer Form. Ein “Handy-Gebot” in Bus und Schwebebahn wäre hier nicht durchsetzbar. Denn wenn es schon mit dem Verzehrverbot nicht klappt, dann braucht man es auch gar nicht mit den Mobiltelefonierern versuchen…

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Kommentare

      wupperblog
      22.04.2008, 10.48 Uhr

      “Skypen” mit dem Oberbürgermeister…

      Nochmal zurück nach Graz in Österreich: Zwar will man das Telefonieren mit dem Handy in öffentlichen Verkehrsmitteln dort sein lassen, Bürgermeister Siegfried Nagl – auf dessen Initiative hin das Handy-Gebot umgesetzt wurde – zeigt…

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