Hauptschüler wollen kämpfen

Die Enttäuschung war den Eltern, Lehrern und Schülern der Cronenberger Hauptschule an der Berghauser Straße nach der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagnachmittag, 15. April 2008, deutlich anzusehen. Zuvor hatte der neue Schulentwicklungsplan für weiterführende Schulen das Gremium mit den Stimmen von CDU und SPD passiert. Auch wenn Ausschussvorsitzender Peter L. Engelmann mahnte, die Schülerzahlen einer neuen Gesamtschule zuerst in das Konzept einzuberechnen, bevor man zwei Schulen schließe, ließ sich die „große Koalition“ nicht beirren. „Ein wohnortnahes Angebot ist in Wuppertal sichergestellt“, beruhigte auch Interims-Schuldezernent Dr. Stefan Kühn.

Doch: „In Cronenberg ging der Aufschrei weit über das normale Maß hinaus“, wusste auch Schulausschuss-Vorsitzender Engelmann zu berichten und mahnte sogleich: „Man darf das nicht unbeachtet lassen!“ Auch Schulleiter Wolfgang Bergholz, der zuvor mit einem sechsseitiger Stellungnahme die Schließung seiner Schule zu verhindern versuchte, war gekränkt: „Mit Argumenten kommt man nicht weit“, kommentierte er das Abstimmungsverhalten der Kommunalpolitiker. Kämpfen wollen die Cronenberger aber weiterhin: Durch zwei Ausschüsse muss der Schulentwicklungsplan noch, bevor der Rat der Stadt am 05. Mai 2008 schließlich darüber entscheidet. Und mit den Bürgern und der Wirtschaft im Rücken will man auf den Südhöhen nun sogar größeres stemmen: Ein Bürgerbegehren soll auf den Weg gebracht werden.

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Kommentare

      wupperblog
      06.05.2008, 00.38 Uhr

      Das können Hauptschüler besser…

      Wer sich ein bisschen für das politische Leben im Tal interessiert, für den kam die Entscheidung des Stadtrates am Montagnachmittag, 05. Mai 2008, nicht unerwartet.
      ……

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