„FluGGS“ hat hohe Ansprüche

Das FlussGebietsGeoinformationsSystem – kurz FluGGS – des Wupperverbandes enthält eine Reihe von FluGGS-Anwendungen, die sich aus Geodiensten mit wasserwirtschaftlichem Schwerpunkt zusammensetzen.

Screenshot fluggs.deMit diesen Worten wird das Programm „FluGGS“ auf der dazugehörigen Domain fluggs.de des Wupperverbandes beschrieben. Das klingt nicht nur interessant, dort werden auch zahlreiche Informationen bereit gehalten. So sind dort zum Beispiel auch alle einzelnen Gruppen des ersten Bergischen Müllsammeltages – der übrigens am Samstag, 12. April 2008, stattfindet – eingetragen.

Doch wer einen neueren Internet-Browser, wie etwa den Internet Explorer 7.0, den Mozilla Firefox oder Safari benutzt, dem wird die Nutzung ein wenig erschwert. Denn für das Programm wird ein neues Browserfenster geöffnet – und zwar in einem Popup. Und wenn man dieses nicht standardmäßig zulässt, dann erscheint zunächst eine Fehlermeldung (beim Safari sogar mit dem Text, man möge bitte für den Mozilla Firefox Popups zulassen). Lediglich mit dem Opera-Browser kann das Popup ohne weitere Umstände geöffnet werden.

Wieso macht es der Wupperverband so kompliziert? Wieso muss „FluGGS in einem Popup erscheinen, wenn viele Internet-Nutzer lieber selbst entscheiden möchten, wie sie Links auf Homepages öffnen? Ein „neues Fenster“ hätte doch auch gereicht, wie es beim Opera auch gemacht wird…

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Kommentare

      Cornelius Schweizer
      08.05.2008, 11.12 Uhr

      Lieber FluGGS-Nutzer,

      ich bin sicher hier handelt es sich um ein Missverständnis.

      Dass die FLuGGS Anwendung in voller Funktionsvielfalt genutzt werden kann sind vom zu nutzenden Internet Browser bestimmte technische Voraussetzungen zu erfüllen. Nachzulesen auf der FluGGS Startseite (http://fluggs.wupperverband.de/techn_voraus.html) bzw. siehe Hinweis in der Fußzeile.

      Eine Voraussetzung ist, dass Popups für die FLuGGS-Adresse zugelassen werden müssen, da einige Funktionen im FluGGS Popupfenster verwenden. Das FLuGGS an sich lässt sich ganz normal über Eingabe der Adresse (oder ein Boomark / Favorit) öffnen. Die Fehlermeldung, wie Sie es bezeichnen, ist das Ergebnis einer Prüfung, ob Popups zugelassen werden oder nicht. Ist dem so, wird der Anwender darüber informiert und das weitere Vorgehen erläutert.

      Wie Sie sehen handelt es sich hier um eine Komfortfunktion um dem Anwender die Nutzung des FluGGS zu vereinfachen bzw. in voller Funktion zu ermöglichen.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen; bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an das FluGGS-Team per E-Mail wenden (Menüpunkt „Kontakt“).

      Mit freundlichen Grüßen,
      das FluGGS-Team

      Marcus Müller
      08.05.2008, 11.48 Uhr

      Dass von den Browsern gewisse technische Voraussetzungen zu erfüllen sind, um FluGGS nutzen zu können, ist ja genau das, was ich bemängelt habe.

      Ein Benutzer, der eine Homepage besucht, setzt doch standardmäßig voraus, dass alles funktionieren sollte. Zum Beispiel auch, dass man ohne weitere Hindernisse an die gewünschten Informationen kommt, die sich auf der Seite verbergen sollen.

      Wenn aber nun allerdings die Informationen nicht sichbar sind, weil man zuerst bestimmte Voraussetzungen für das Funktionieren einer Seite schaffen muss, dann ist es doch mit einem gewissen Mehraufwand für den User verbunden, an diese Infos zu gelangen. Für viele Nutzer ist dies äußerst abschreckend!

      Im Falle von FluGGS muss man ja nicht nur die PopUps im Browser aktivieren. Wer kein JavaScript aktiviert hat, wird ja auch ausgeschlossen. Und das sind aufgrund von Sicherheitsbedenken ja inzwischen immer mehr Internet-Nutzer. Zwei Bedingungen, die einige Klicks benötigen, bevor man die Seite dann richtig nutzen kann. So manchem ist das zuviel…

      Darüber hinaus wird eine Mindestauflösung von „1024×786 Pixel“ vorausgesetzt. Die Standardauflösung beträgt in dieser Größenordnung jedoch 1024×768 Pixel. Werden da wieder Besucher von der FluGGS-Nutzung ausgeschlossen, die „nur“ 1024×768 Pixel haben – oder ist es (hoffentlich) nur ein Zahlendreher?

      Cornelius Schweizer
      10.06.2008, 09.17 Uhr

      Ich beginne nochmal so: Das FLuGGS ist keine „normale“ Homepage, sondern eine komfortabel und intuitiv zu bedienende Kartenanwendung, welches auf komplexer Technik aufbaut. U.a. werden dazu gängige Techniken wie Popups und JavaScript verwendet, um die Funktionalitäten, welches das System jetzt beinhaltet, anzubieten.
      An für sich funktioniert die Kartenanwendung einwandfrei, es müssen lediglich JavaScript aktiviert und Popups für die FluGGS Server Adresse erlaubt werden. Soweit keine zu hohen Hürden für den Internetanwender.
      In Zeiten von Web2.0 und AJAX sind die verwendeten Techniken nichts Besonderes; viele andere Webanwendungen (z.B. die Kartenapplikation von Google bzw. deren Mailanwendung) benötigen ebenfalls JavaScript. Versuchen Sie mal diese Anwendungen mit deaktiviertem JavaScript zu öffnen 😉

      Zugegeben ist der Weg, wie der Anwender über nicht erfüllte Anforderungen des Browsers beim FLuGGS Aufruf (Popup Fenster werden geblockt) informiert wird, etwas ungewöhnlich. Normalerweise erscheint in den gängigen Browsern mit Popupblocker am oberen Rand eine Leiste mit der Information, dass ein Popup für die aktuelle Seite geblockt wurde. Dann hängt es vom Anwender ab, was er tut. In unserem Falle erscheint im Falle eines aktivierten Popup Blockers eine deutliche Fehlermeldung mit der Beschreibung, wie man die Popups für FluGGS erlaubt.

      Zuguterletzt: Es handelt sich hier tatsächlich um einen Zahlendreher bei der Angabe der Mindestauflösung: es muss natürlich 1024×768 heissen. Danke für den Hinweis.

      Weitere Anmerkungen und Hinweise nehmen wir gerne entgegen.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und den Sachverhalt verständlich erläutern,

      freundliche Grüße,
      Cornelius Schweizer

      SuMu
      10.06.2008, 12.38 Uhr

      Ich habe auch nur einmal auf den obigen Link der vorgestellten Webseite geklickt und hatte dann auch keine Lust mehr, solche Seiten gucke ich mir einfach nicht an.

      Marcus Müller
      10.06.2008, 12.56 Uhr

      Um es mal so zu sagen: „Google Maps“ ist auch eine „komfortabel und intuitiv zu bedienende Kartenanwendung“ und verzichtet auf das Öffnen eines Popups, um die Anwendung anzeigen zu können. Aus diesem Grund wäre die Beseitigung dieser Barriere, wie man am Kommentar von SuMu erkennen kann, sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung.

      Dass JavaScript in immer mehr Anwendungen genutzt wird, ist richtig. Aber wenn ich mir die Statistiken des wupperblog anschaue, haben nur 64,93 Prozent unserer Besucher JavaScript aktiviert. Mögliche Sicherheitsbedenken dürften hierfür Ursache sein, schließlich heißt es an allen Ecken und Enden, an denen über Gefahren im Internet geschrieben und geredet wird, man sollte JavaScript deaktivieren, dann würde man sicherer surfen. Und ein User, der diesem Ratschlag folgt, kann dann diverse Seiten nicht mehr effektiv nutzen. Das sollte man vielleicht auch bei der Programmierung bedenken, aber dürfte eine untergeordnete Rolle spielen. Aber viele User wollen auch selbst entscheiden, wie sie eine Webseite öffenen, auch wenn FLuGGS keine „normale“ Homepage sein soll…

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