Fahrräder gefährlicher als Hunde?

Warum muss man für Hunde eigentlich kein Busticket lösen, wenn man mit ihnen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen möchte? Dass Menschen einen Fahrschein brauchen, klar. Dass man für ein mitgenommenes Fahrrad entweder einen entsprechenden Farhrausweis benötigt oder ein ZusatzTicket lösen muss, okay. Dass Kinderwagen – die deutlich mehr Platz einnehmen – von dieser Regelung ausgenommen sind, verständlich. Doch wieso weist der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) auf seiner Homepage explizit darauf hin, dass man für die Mitnahme eines Hundes kein ZusatzTicket benötigt? „Ein Hund kann im VRR kostenlos mitgenommen werden“, heißt es da? Nur weshalb? So mancher unzufriedener Kunde fühlt sich von einem großen Hund mehr bedroht, als von einem mitgeführten Fahrrad…

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Kommentare

      Unzufriedenerkunde
      15.03.2008, 16.29 Uhr

      Na ja, ich fühle mich nicht „mehr bedroht“ von einem Hund, sondern nur unfair, dass mein braves Fahrrad so viel zahlen muss 🙂

      Marcel
      15.03.2008, 21.48 Uhr

      Finde ich auch absolut unverständlich. Bei so manchem Vieh würde ich am liebsten aussteigen; meinen Platz wechseln tu ich auf jeden Fall, wenn so ein Köter sich in meiner Nähe niederlässt. Ausgewachsene Meerschwinchen sind ja noch okay, aber nicht so Riesendinger

      A. Krüger
      13.04.2008, 12.47 Uhr

      hmmmmmmm, wenn dieses Thema vielleicht weniger emotional behandelt werden könnte, wäre mir wohler…
      Ich bin sowohl Hundebesitzer, als auch Radfahrer und nehme meinen Hund in Bus und Bahn mit, aber manchmal auch das Radel.
      Ich denke nicht, dass die Tatsache, dass Hunde keinen Fahrschein benötigen in ihrer Bedrohlichkeit begründet ist, sondern, weil sie nie einen Sitzplatz und oft gar keinen Extraplatz benötigen. Wie sollte es praktikabel umgesetzt werden, dass für Hunde bis – sagen wir mal 20 cm Höhe – nichts bezahlt würde und alles darüber zahlen müsste. Sollen die Kontrolleure und Fahrer mit Zentimetermaß ausgestattet werden? Übrigens mein Hund ist 54 cm hoch und kann trotzdem auf meinem Schoß sitzen, was nun? Und last but not least, die großen Hunde sind in der Regel erheblich besser erzogen, als die kleinen kläffenden Hosen- und Jackenzerreisser!

      Fahrräder benötigen immer viel Platz, es sei denn , man besitzt eins von diesen hochmodernen Klapprädern, die man in einen Rucksack packen kann + dafür würde ich auch keinen Fahrschein lösen. Wenn Radler in der S-Bahn sitzen, verstellt das Rad häufig bis zu 3 Sitzplätze. Ist das ausreichend Argument für ein Zusatzticket?!

      Vom ökologischen Standpunkt her, fänd ich es allerdings klasse, wenn es nicht so viel kosten würde, sein Rad mitzuführen, weil das die Mobilität deutlich steigern würde!

      Jürgen
      14.04.2008, 10.19 Uhr

      Typisch Hundebesitzer! Dass Hunde weniger Platz einnehmen als Fahrräder mag zwar sein, aber wenn sich ein großer Hund mitten im Gang breit macht, dann kommmt man daran auch nicht vorbei. Und sobald zwei sich fremde Hunde in einem Bus sind, dann geht es doch erst richtig los. Dann kläffen die sich an – und die Fahrgäste müssen darunter leiden und angst haben, das die aufeinander losgehen.

      A. Krüger
      15.04.2008, 09.49 Uhr

      Ich habe lediglich versucht, eine Erklärung zu bieten, mehr nicht.
      Wenn diese Frage jedoch nur dazu diente, eine neue Hundehasserkampagne zu starten, nur zu, es gibt ja sonst nichts, worüber man reden könnte.
      Natürlich gibt es immer noch viele, die nicht in der Lage sind, ihre Hunde vernünftig zu erziehen … aber sind das die Besitzer der kleinen Hunderassen, oder der großen?!
      Und muss dann jeder Hund und sein Besitzer über einen Kamm geschert werden. Wie fändet Ihr das, wenn das mit Euch geschähe?! Raucht einer von Ihnen? Soll ich jetzt mal loslegen, was ich von Rauchern an Bahnhöfen und Bushaltestellen halte und von ihrer Ausdünstungm wenn sie neben mir im Bus stehen …
      Mein Hund ist nicht nur gut erzogen, sondern hat als Therapiehund nicht nur schon erfolgreich Hundephobien bekämpft, sondern unterstützt mich bei meiner Arbeit mit kranken Menschen. Trotzdem werde ich regelmäßig beschimpft und angegriffen … Fair???
      Ein freundlicher Gruß von einem nichtrauchenden, fahrradfahrenden Hundebesitzer!
      Wie wär’s wenn wir nun wieder sachlich werden könnten?

      Jürgen
      15.04.2008, 11.31 Uhr

      Stimmt, es kommt ganz und gar auf den Hund an. Es gibt gut erzogene Hunde, die sich ruhig verhalten und aufs Wort gehorchen. Aber es gibt auch genügend Negativbeispiele, die ein schlechtes Licht auf die anderen werfen. Wenn Hunde ausgiebig müffeln, wenn sie keinen Maulkorb tragen, dann stellen diese! eine kleine Gefahr für die anderen Fahrgäste dar, wenn sie einen weiteren Hund sehen oder sie auf irgendwas anspringen. Wer im Bus Platz verbraucht (man stelle sich mal einen total überfüllten Bus vor, wo ein Hund zwischen den Menschenmassen steht, ist es nicht möglich, dass er Angst bekommt) muss auch bezahlen – außer Kinderwagen. Meine sachliche Meinung

      A. Krüger
      15.04.2008, 20.21 Uhr

      öhm … auf die Gefahr hin, dass ich nun wieder missverstanden werde – wir haben übrigens auch zwei Kinder – wie lautet denn die Argumentation dafür, dass für Kinderwagen nichts bezahlt werden muss?!
      Nebenbei, ich finde es gut, dass für Kinderwagen und Hunde keine Fahrkarte gezahlt werden muss und fände es noch besser, wenn auch Fahrräder davon entbunden würden (s.o.).
      Die Tatsache zum Beispiel, dass ich für meinen Hund, wenn ich mit der DB fahre, immer einen Kinderpreis zahlen müsste, hält mich seit Jahren davon ab, mit der Bahn in Urlaub zu fahren – Kinder fahren übrigens dann vielfach kostenlos mit – denn trotz aller ökologischen Argumente, mit dem Auto ist es dann nicht nur bequemer, mein Hund hat Anspruch auf seinen Platz, den er im Zug trotz Fahrkarte nicht hat (d.h. ich zahle zwar für zwei, darf aber nur einen Platz belegen), sondern auch erheblich billiger.
      Man kann es drehen und wenden, irgendjemand fühlt sich immer benachteiligt, sollen wir doch froh sein, über die Vergünstigungen, die wir haben!

      Jürgen
      18.04.2008, 12.29 Uhr

      Das Kinderwagen im Bus freie Fahrt haben, kann man mit Art.6 unseres Grundgesetzes begründen. Familie und Kinder stehen unter besonderem Schutz des Staates. Hunde hingegen nicht!
      Fahrräder sind ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel und sollten deshalb auch in einem umweltfreundlicherem Fortbewegungsmittel (Bus) mitgenommen werden dürfen. So werden die bestraft, die nicht mit dem Auto fahren möchten.
      Auch wenn Hunde unter einem Sitz platziert werden können, so geht von ihnen oftmals (nicht immer) eine Gefahr aus. Denn wenn ein weiterer Hund reinkommt, dann ist das gekläffe groß. Egal ob der eine Hund gut erzogen ist, der andere macht Randale. Andere Hunde können auch gar nicht unter einem Sitz verschwinden. Die nehmen dann viel mehr Platz weg.
      Meine Meinung. Habe nichts gegen andere…

      A. Krüger
      18.04.2008, 16.44 Uhr

      Alles klar, wech mit dem „besten Freund des Hundes“! Wir – die Zweibeiner – haben ganze Arbeit geleistet. Hunde sind grundsätzlich zur potenziellen Gefahr geworden. Arme Menschheit …

      Marcus Müller
      18.04.2008, 17.01 Uhr

      Das von Jürgen geschriebene ist eine Einzelmeinung, die er durchaus vertreten darf. Im Beitrag ansich ging es ja „nur“ um die Frage, wieso Hunde nicht bezahlen müssen, während alle anderen es müssen und sogar Fahrräder davon nicht ausgenommen sind. Vielleicht sollte man das alles nicht so schwer nehmen, es gibt auch genug Hundefreunde im Tal. Nur gibt es darunter auch immer schwarze Schafe – aber wo gibt es das nicht?

      A. Krüger
      19.04.2008, 11.45 Uhr

      und diese Frage, habe ich mich bemüht zu beantworten … so mit Logik und so …

      Sandra H.
      21.04.2008, 09.03 Uhr

      Abgesehen davon kommt es auch immer darauf an wie sich Hunde-und/oder Fahrradbesitzer benehmen. Es gibt Hundebesitzer die ihren Hund „unter Kontrolle“ haben und wo man merkt „dieser Hund hat Erziehung genossen“. Es gibt aber auch Hundebesitzer, die meinen alle müssten Rücksicht auf das Tier nehmen und das Tier darf alles. Ebenso bei Fahrradbesitzern. Es gibt halt „sonne un sonne“. Ich finde das man bei einem Hund ab einem gewissen kg Körpergewicht (z.b. 20 kg) genau wie für ein Fahrrad zahlen soll. Damit wären beide Seiten sicherlich zufrieden. UND !!! Gegenseitige Rücksichtnahme und ein wenig Respekt vor dem anderen muss wohl mal wieder etwas aufgefrischt werden. Die Welt wird leider immer egoistischer…Nicht gut !

      A. Krüger
      22.04.2008, 07.45 Uhr

      :o)) Danke, dass Du erwähnt hast, dass die Radler auch net imer so klasse sind – und ich bin selber eine . aber ich ärgere mich fast täglich, wenn ich unterwegs bin, dass gerade die schnellsten unter ihnen immer erschreckend leise und plötzlich an einem vorbei rauschen und oft unflätig werden, wenn sie wegen des Hundes abbremsen müssen. Dass man fast einen Herzinfarkt bekommt, wenn sie plötzlich an einem vorbei sind, geschweige, dass man noch die Chance hätte in irgendeiner Form zu reagieren, will keiner wissen, die Hunde und ihre Besitzer sind zu 99% immer die Bösen.
      Wenn ich mit Rad und Hund unterwegs bin, warne ich die zu überholenden Spaziergänger zeitig vor – verbal, ich habe auch ein Sportrad ohne Klingel – und bis jetzt waren alle sehr dankbar dafür, obwohl mein Und ohne Leine nebenher läuft.
      Aber ein positives Erlebnis hatte ich doch x. Ein Rennrad(!)-Fahre hat sich doch x verbal angekündigt, wir haben unsere Hunde sofort „Sitz“ machen lassen, Radler sagt „Danke“ fuhr vorbei und wir haben uns echt gefreut!!! Der Radler war dann über uns, unsere Hunde und deren promptes Gehorchen so verblüfft, dass er umgedreht hat und sich noch einmal bedankt hat.
      Heißt also, wir müssen uns alle am Riemen reißen und dann kann es echt gut funktionieren!

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