Eine abendliche Busfahrt…

…kann durchaus abenteuerlich sein. Nicht, weil man „dunklen Gestalten“ begegnen kann, anschließend Portmonee, Handy oder sonstige wertvolle Gegenstände los ist oder zusammengeschlagen wurde. Vielmehr deshalb, weil man um sein „Leben“ kämpfen muss – in einem sonst sicheren Bus.

Kaum ist man eingestiegen und möchte sich hinsetzen, da fährt der Bus schon los. Allerdings mit geöffneter Türe, denn stellt sich irgendwie stur und will sich nicht schließen lassen. Also geht die Tür in Linkskurven auf und in Rechtskurven wieder zu. Einige Haltestellen lang kann man das Schauspiel beobachten, bis sich der Busfahrer endlich aufmacht, den Schaden in den Griff zu bekommen. Doch dann will der Bus – automatische Wegfahrsperre bei geöffneter Tür sei dank – nicht mehr. Wahlweise stellte der Busfahrer die Fahrgäste auch vor die Alternative, die Tür einfach zu zu halten, dann ginge es weiter. Doch nach fünf Minuten Wartezeit geht es endlich weiter. Mit geschlossener Tür! Doch in der nächsten Kurve beginnt das Drama von vorne…

Der Heimweg wird dann zwar etwas ruhiger, doch das Einsteigen in den Bus fällt unwesentlich schwerer. Denn bevor man einen Sitzplatz erreicht hat, darf man sich durch Dönerreste, Pizzakartons und Cola-Dosen kämpfen. Ein köstlicher Anblick, der sich einem dort auf dem Boden bietet. Dem Busfahrer jedoch scheint es egal zu sein. Er hat seinen Platz ja sicher…

Dass dann im Laufe der Fahrt ein paar Jugendliche mit Döner auf der Hand (ein wunderbarer Geruch für den hungernden Magen) und einem lautstark tönenden Handy einsteigen, mag man dann noch verschmerzen. Schließlich dauert es nur noch eine Station, dann kann man endlich aussteigen.

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Kommentare

      refu
      12.01.2008, 17.51 Uhr

      Dagegen erscheint mir Augsburg direkt mal als Insel der Glücksseligen. Vielleicht bin ich aber auch nur mit den falschen Linien unterwegs.

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