Köln greift durch – auch Wuppertal?

Man wünscht sich doch nichts schöneres: Da hat man gerade irgendwo in Wuppertal in einem Bus der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) oder der Schwebebahn einen Sitzplatz gefunden, da setzt sich ein anderer Fahrgast neben oder vor sich. Und dann auch noch mit einem Döner, einer Pizza oder einem Hamburger in der Hand. Nicht nur, dass man von dem Geruch belästigt wird, im ungünstigsten Fall darf man auch auf seine eigenen Sachen aufpassen, damit möglichst keine Essensreste der Mahlzeit des nicht gerade rücksichtsvollen Mitmenschen auf die Kleidung oder die Tasche tropfen.

Zur späteren Nachtstunde ist man im NachtExpress dann auch vor leeren oder gar noch vollen Bierflaschen nicht sicher. Es gehört anscheinend inzwischen „zum guten Ton“, mit einem späten Döner oder einer Bierflasche in der Hand in den Bus einzusteigen und dann womöglich dabei noch mit dem Handy zu telefonieren. Den entsprechenden Aufklebern in den Nahverkehrsmittel, auf denen ein Verzehr von Spiesen und Getränken untersagt wird, wird kaum Beachtung geschenkt. Wieso auch, beschwert sich doch keiner und der Busfahrer macht doch auch nichts. Es könnte ja was „passieren“. Anscheinend sind die Zeiten inzwischen vorbei, in denen ein WSW-Fahrer einsteigende Personen darauf hinwies, dass man mit einem Döner nicht in den Bus dürfe.

Da kann man doch den Vorstoß der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) nur begrüßen, die aufgrund der letzten Kundenumfrage nun das Essen und Trinken in den Straßenbahnen verboten haben. Bierlachen und Essensreste auf dem Boden werden somit wohl der Vergangenheit angehören. Schließlich wurden auch 40 neue „Sheriffs“ engagiert, die ab sofort in den Zügen kontrollieren, ob sich die Fahrgäste an das Trink- und Essverbot halten. Warum nicht sowas auch in Wuppertal? Wenn die im Volksmund genannten „Rotkäppchen“ abends in den Bussen mitfahren, können diese dann doch zum Beispiel darauf achten.

Das wäre schonmal ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn vielleicht bekommt man die Fahrgäste so wieder ein bisschen mehr dazu, Rücksicht auf die Mitmenschen zu nehmen. Ein Versuch wäre es allemal wert!

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