Von einer „Sensation in Wuppertal“

Da hat der Wuppertaler SV Borussia aber noch einmal richtig Glück gehabt. Mit zwei späten Toren schoss der Fußball-Regionalligist wieder einmal einen großen Bundesliga-Club aus dem laufenden DFB-Pokal. Am Dienstagabend, 30. Oktober 2007, traf es die schwächelnde Hertha aus Berlin.

Nicht nur, dass der WSV einen besonderen Spielbericht in der ARD-Sportschau zugesprochen bekam. Nein, auch die anderen Medien stürzten sich auf dieses Ereignis. Während das Wuppertaler Lokalblatt „Westdeutsche Zeitung“ noch überschwänglich titelte: „DFB-Pokal: ‚Wir fahren nach Berlin‘“ („Bundesligareif wurde die alte Dame Hertha BSC dann beim Führungstreffer von Sven Lintjens nach glänzender Vorarbeit von Mahir Saglik ausgespielt“), und das Fußball-Fachblatt Kicker, der Spiegel, die FAZ und Co. relativ nüchtern über diesen Erfolg berichteten, gab es jedoch auch andere, die den 2:0- Pokal-Heimerfolg des WSV gegen Hertha BSC Berlin etwas höher hoben.

Getreu ihrem Naturell lautete die Bild-Schlagzeile am Mittwochmorgen, 31. Oktober 2007, nämlich „Rot und raus! Hertha blamiert sich„, berichtet von „12 399 Fans auf der Baustelle Zoo-Stadion“ und einem fast handfesten „Zoff“ des Hertha-Spielers Okoronwko mit einem Wuppertaler Ordner. Und im Videotext des Fernsehsenders RTL war stundenlang von einer „Sensation in Wuppertal“ zu lesen. Wenn das mal nicht maßlos übertrieben war. Denn schließlich hatten sich die Berliner die Niederlage dann doch selbst zuzuschreiben.

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