Ein Land der kurzen Wege

Kein Wunder, wenn Deutschland immer dicker wird. Denn häufig werden auch kurze Strecken mit dem Auto zurückgelegt, der Parkplatz muss möglichst vor der Tür liegen und auch sonntägliche Spaziergänge – wie sie früher oftmals in den Familien praktiziert wurden – werden Opfer von Computer und der allwöchentlichen Sport-Berichterstattung im Fernsehen.

Erst letztens war eine nicht gehbehinderte junge Frau in der Elberfelder Südstadt zu beobachten, die zielgerichtet mit ihrem Smart einen Standort für Altglas-Container mit ihrem Smart ansteuerte. Doch anstatt sich auf der gegenüberliegenden Seite eben in eine Parklücke zu stellen, die wahrlich für ihr Gefährt groß genug war, blieb sie auf der Gegenfahrbahn in der zweiten Reihe stehen, öffnete die Türe, stieg aus und lief zum Altglas-Container. Ganze zwei Schritte hatte die junge Frau gespart, die zudem auch noch den Motor während ihrer Abwesenheit am Auto laufen ließ. Umweltschutz ade!

Doch damit noch lange nicht genug: Nach der Entsorgung ihrer Flaschen ging die Frau zurück zu ihrem Wagen, stieg ein und steuerte ihr Zuhause an. Dort angekommen parkte sie ihren Smart nicht auf einem Parkplatz neben den Autos ihrer Nachbarn – nein, der Smart ist ja so schön Platz sparend. Also wurde er direkt in Nähe des Hauses auf dem Gehweg abgestellt. Bloß keinen Schritt zu viel laufen, das könnte ja gesund sein. Zum Glück behinderte der Wagen auf seinem Standplatz keine Fußgänger. Unverschämt und unverständlich war die ganze Aktion aber dennoch.

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