Nächtliche Umwege beim VRR

An alternativen Reisevorschlägen mangelt es beim VRR nichtDa möchte man zu abendlicher Stunde einfach nur mit der Bahn – das sollte ja die schnellste Möglichkeit sein – vom Oberbarmer zum Ronsdorfer Bahnhof fahren, so bekommt man bei der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) diverse Vorschläge unterbreitet. Doch beim genaueren Hinsehen entpuppen sich diese Vorschläge dann als kleine Lachnummer.

Möchte man um 23.00 Uhr in Ronsdorf sein, so spuckt einem die VRR-Auskunft als dritte Fahrmöglichkeit erst einmal eine Tour um 22.07 Uhr mit der Linie 646 der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) vom Oberbarmer Bahnhof zur Haltestelle Rauental vor. Von dort aus soll man dann innerhalb von elf Minuten zurück zum Bahnhof wandern, um um 22.33 Uhr den Zug nach Ronsdorf zu bekommen. Wer genug Zeit mitbringt oder knapp eine halbe Stunde zu früh da ist, für den dürfte das ein sinnvoller Zeitvertreib sein, um die Wartezeit am nächtlichen Bahnhof mit den zahlreichen „dunklen Gestalten“ zu überbrücken.

Vorschlag Nummer vier des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr ist da schon ein wenig abenteuerlicher. Nimmt man den Zug um 22.33 Uhr nach Ronsdorf, so soll man – dort um 22.42 Uhr angekommen – mit dem telefonisch vorab zu bestellenden Anruf-Sammeltaxi zum Morhennsfeld fahren. Anschließend darf man dann die Strecke, für die das Taxi dank Umweg zehn Minuten benötigt – innerhalb von fünf Minuten zurück laufen, um gegen 23.05 Uhr am Ronsdorfer Bahnhof zu sein (siehe Foto oben). Aber welch Glück: Der vierte Fahrvorschlag ist gleichzeitig der kürzeste: Einfach ohne „Umwege“ direkt mit der RB47 von Oberbarmen nach Ronsdorf. Welche Alternative man da wohl nehmen mag?

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Kommentare

      wupperblog
      28.04.2008, 13.35 Uhr

      Einen Tag an Bushaltestelle warten……

      …müssen Fahrgäste der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) am Sportplatz an der Oberbergischen Straße. Zumindest, wenn man am Sonntag in Richtung Barmen oder Ronsdorf fahren möchte – siehe Screenshot.
      ……

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