Sparkassen wollen Handys verkaufen

Kaum ein Markt ist so heiß umkämpft wie der der Mobilfunkmarkt. Immer neue Anbieter oder Marken von altbekannten Firmen drängen fast täglich in die Öffentlichkeit, um den Wettbewerbern doch noch den einen oder anderen Kunden abzuwerben. Fast behält man dort schon nicht mehr den Überblick, welche Marke denn nun zu welcher Firma gehört und mit wem man in welchem Netz von welchem Betreiber eigentlich telefoniert.

Da stimmt es eigentlich recht optimistisch, wenn ein “Großer”, wie es die Sparkassen nunmal sind, auch auf den Handymarkt drängt. Vielmehr berichtet die Wirtschaftswoche, dass bis Ende 2007 die 457 Sparkassen in ihren mehr als 16.000 Filialen eigene Verkaufsecken für Handys einrichten und Geräte mit einem eigenem Tarif anbieten wollen. Eine entsprechende Vereinbarung sei inzwischen mit dem Mobilfunkbetreiber Vodafone geschlossen worden.

Doch wem nutzt dies? Fördert so etwas nicht noch mehr das Chaos auf dem deutschen Mobilfunkmarkt? Schafft eine solche Entscheidung zusätzlichen Wettbewerb? Oder ist es gar sinnvoll, Bankgeschäfte via Handy direkt über die eigene Hausbank anstatt mittels eines Mobilfunkbetreibers abzuwickeln? Fragen über Fragen, die sich erst beantworten lassen, wenn weitere Details klar sind. Dass Gespräche, die Sparkassen-Kunden untereinander führen, nicht mehr als zehn Cent pro Minute kosten sollen, ist nicht gerade ein “Lockangebot”. Das bieten zahlreiche andere Betreiber auch schon.

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