Werbung wirkt, auch in einer Demokratie

Man muss als Zeitung (oder als Online-Medium) nicht die Meinung seiner Werbekunden teilen. Man kann es, man sollte sie aber auch kritisch hinterfragen. Immer. Rückschlüsse lassen sich für den Leser meist nicht daraus ziehen, ob ein Medium einer gewissen Meinung ist, nur weil es Anzeigen mit entsprechenden Aussagen veröffentlicht. Denn für die Meinungsbildung kann die redaktionelle Berichterstattung herangezogen werden, die Werbung trägt ausschließlich zur Finanzierung des Mediums bei. So sollte es in Redaktionen und Verlagshäusern gehandhabt werden. Und wird es meist auch. Zwischen dem redaktionellen Teil und dem Anzeigenteil besteht keinerlei Verbindung. » [weiterlesen]

Online-Wahlkampf sollte gut vorbereitet sein

Dass das Internet im Hinblick auf den Wahlkampf immer wichtiger wird, das stellen selbst die Wuppertaler Parteien langsam fest. Während der OB-Kandidat der SPD als erster eine aufs World- Wide-Web abgestimmte Kampagne gestartet hat und Amtsinhaber Peter Jung genauso wie Grünen-Kandidat Lorenz Bahr mit einer eigenen Homepage und Facebook-Seite aufwartet, schauen die Wuppertaler auch gerne online nach Infos. » [weiterlesen]

CDU im Tal gegen die eigene Kanzlerin

Die Hauptschule Cronenberg ist eigentlich nicht mehr zu retten. Der Verwaltungsvorstand der Stadt lehnte das Bürgerbegehren der Elterninitiative ab, da unter anderem der Kostendeckungsvorschlag nicht ausreichend sei. Eine beliebte Begründung, um ein Bürgerbegehren scheitern zu lassen. Besonders hinterhältig ist aber die Äußerung von Stadtkämmerer Johannes Slawig, das Begehren sei nur dann ohne Weiteres zugelassen worden, wenn in dem Antrag eine andere Schule zur Schließung vorgeschlagen worden wäre. Und genau das wollten die Eltern nicht. Wie denn auch? Kennen sie sich in der Wuppertaler Schullandschaft so gut aus, dass sie wissen, an welchen Schulen » [weiterlesen]

Wieviel sind Unterschriften wert?

Es war eigentlich nicht anders zu erwarten: „Es gibt erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens, allein wegen der aufgezeigten Finanzierungsmöglichkeiten“, wird der Fraktionsvorsitzende der Wuppertaler CDU im Rat der Stadt, Berhard Simon, in der Westdeutschen Zeitung zitiert. Kaum hat die Elterninitiative der Hauptschule Cronenberg statt geforderter 11.000 nun sogar 14.332 Unterschriften gegen die Schließung der Bildungseinrichtung an der Berghauser Straße gesammelt, kommt harter Widerstand. Erst lässt man Eltern, Lehrer, Schüler und Unterstützer sechs Wochen lang schuften, um anschließend als ersten Kommentar dazu lapidar das Bürgerbegehren der » [weiterlesen]

Die Zukunft in Wuppertal ist grau

Hätte jemand etwas anderes erwartet? Die Zukunftsaussichten für Wuppertal sind alles andere als rosig. Bei einem Großstadtvergleich des Hamburger Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) im Auftrag der Berenberg Bank landete Wuppertal nur auf dem vorletzten Platz. Selbst Städte wie Essen, Krefeld, Bochum und Gelsenkirchen stehen besser da. Einzig erfreulich: Chemnitz schnitt noch schlechter ab! Der Grund hierfür dürfte laut HWWI in der Abwärtsspirale eines anhaltenden Arbeitsplatzabbaus und fortschreitender Bevölkerungsverluste liegen. „Dies ist in erheblichem Maße auf den ausstehenden Strukturwandel dieser altindustriellen Städte zurückzuführen“, erklärt HWWI-Direktor » [weiterlesen]