Steffen Möller kam auf „Heimatbesuch“

Steffen Möller war in der Heimat zu Gast (Foto: Promo)Zahlreiche Hände musste Steffen Möller nach seinem Auftritt in der Historischen Stadthalle am Sonntagabend, 10. Oktober 2010, schütteln. Denn mit dem Schauspieler und Kabarettisten stand nicht irgendwer in Elberfeld auf der Bühne, sondern ein gebürtiger Wuppertaler, der heute zwischen Berlin und Polen pendelt. In unserem östlichen Nachbarland ist Möller durchaus um einiges bekannter als in der alten „Heimat“.

Er spielte bis zum Jahr 2007 in der polnischen Telenovela „M jak miłośc“ („L wie Liebe“) mit, stellte sein kabarettistisches Können bei „Europa da sie lubic“ („Europa lässt sich mögen“) unter Beweis und moderierte die polnische Ausgabe von „Wetten, dass..?“ („Załóż sie“). Und er versucht seit einigen Jahren bereits, den Deutschen ihre Nachbarn ein wenig näher zu bringen und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erläutern.

Aus diesem Grund heißt das aktuelle Programm von Steffen Möller, mit dem er durch ganz Deutschland tourt, auch „Expedition zu den Polen – Crashkurs für Auswanderer“. Und er beweist sich als hervorragender Beobachter: Jede Kleinigkeit saugt er auf, jede Anekdote wird im Gedächtnis behalten, jeder Kommentar weiter erzählt. Wie man es bereits aus seinem Buch „Viva Polonia“ gewohnt ist…

Und er trägt den Namen der Stadt Wuppertal in die ganze Welt hinaus. Nicht nur, dass er bereits im polnischen Fernsehen einen Schal des Wuppertaler SV Borussia präsentierte, auch live kommt er immer wieder auf seine Geburtsstadt zurück: Mit seinem „Wuppertaler Insitut für Zukunftsforschung“ („WIfZf“) nimmt er ein wenig das „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie“ auf die Schippe und erzählt immer und immer wieder in Vergleichen über Wuppertal und Polen.

Wenn jemand „Wuppertal-Botschafter“ ist, dann auf kabarettistischer und kultureller Ebene Steffen Möller! Nicht umsonst hat er bereits das Bundesverdientkreuz für seine Verdienste um das deutsch-polnische Verhältnis erhalten. Und was macht seine Heimatstadt mit dem im östlichen Nachbarland wohl zweitbekanntesten Deutschen nach dem Papst? Hier ist Steffen Möller – neben einigen Polenkennern, Kabarettfans und Freunden – weitestgehend unbeachtet. Schade eigentlich, denn hier könnte Wuppertal noch ein wenig „nachlegen“…

Auch Tobi von Rot-Blau.com war übrigens beim Auftritt von Steffen Möller in der Stadthalle mit dabei und hat darüber ausfühlich berichtet.

Foto: Promo

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