Der wupperblog ist nicht käuflich

Eigentlich hält sich die Anzahl der Kommentare hier im wupperblog bislang noch in einem relativ überschaubaren Rahmen. Es ist nicht so, dass man dauernd auf rechtsverletzende Inhalte oder ähnliches aufpassen müsste, zumal ja auch viele “Stammleser” unsere Beiträge kommentieren, die oftmals sogar selbst bloggen. Deren Äußerungen und Meinungen sind natürlich ebenso gerne gesehen wie von “zufälligen” oder “flüchtigen” Lesern, denn schließlich soll ja so mancher Beitrag auch zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Aber dennoch kommt es inzwischen immer häufiger vor, dass Firmen oder Möchtegern-SEOs versuchen, einen Link zu ihrer Homepage im wupperblog unterzubringen…

Das kann unter anderem per eMail geschehen, in denen man konkrete Anfragen erhält, ob man nicht über eine bestimmte Seite oder ein gewisses Produkt etwas schreiben möchte. Grundsätzlich werden solche Anfragen jedoch konsequent abgelehnt. Pressemitteilungen zu Veranstaltungen in Wuppertal oder sonstige Rezensionsexemplare dürfen gerne an uns oder besser noch unsere Partnerseite wupperguide.de gesendet werden, jedoch behält sich das Team hinter dem wupperblog ausschließlich das Recht vor, über Themen zu berichten, welche wir interessant genug für unsere Leser finden. Das Angebot einer finanziellen oder materiellen Vergütung bei Berichterstattung hilft uns bei der Entscheidungsfindung ungemein – denn wenn solche Anfragen kommen, wandern die eingesendeten Informationen umgehend in den Papierkorb!

Andererseits versuchen aber auch immer mehr Firmen und Gewerbetreibende, ihre Homepages über die Kommentarfunktion des wupperblog bekannt zu machen. Denn dort kann man den Link zur eigenen Homepage angeben, was von immer mehr Kommentatoren auch genutzt wird. Während sich der Großteil der “schreibenden Leser” dort mit einer sinnvollen Meinungsäußerung mit einem Link zur persönlichen Internetpräsenz oder dem eigenen Blog verewigt, nutzen Firmen oder Möchtegern-SEOs die Möglichkeit, hier bestimmte Seiten zu in Suchmaschinen oder dem Gedächtnis der Leser zu platzieren. Ersteres ist jedoch sinnlos, da wir in den Kommentaren das rel=”nofollow”-Attribut einsetzen und somit der Link von einigen Suchmaschinen nicht zur Berechnung der Beliebtheit dieser Seite herangezogen wird.

Allerdings lohnt sich im wupperblog auch der manuelle Kommentarspam nicht: Da alle von Lesern abgegebenen Kommentare vor ihrer Freischaltung noch auf rechtliche und werbetechnische Dinge hin überprüft werden, werden Kommentare, die kaum Inhalt aber dafür umso typischere Links haben, entweder bearbeitet oder direkt gelöscht. Den Großteil der Kommentare trifft dies nicht, sie werden sofort freigegeben. Aber erst gestern wurden wieder zwei Kommentare aus dem Kreis Ostwestfalen-Lippe gepostet, die nur die Meinung eines wupperblog-Beitrages bestätigten, auf etwas total Themenfremdes hinwiesen und drei Links zu einem Firmenblog enthielten. Teilweise sogar mit der Aufforderung: “Bitte anklicken”. Sowas ist nicht erwünscht!

Links zu anderen Seiten können jedoch in den Kommentaren gerne gesetzt werden, wenn sie auch mit dem Inhalt des dazugehörigen Beitrages zu tun haben, eine Ergänzung darstellen oder die Meinung begründen. Auch die eigene Homepage darf ruhig weiter angegeben werden, wenn sie privater Natur ist oder interessanten und nicht werblichen Inhalt enthält. Da dies auf die meisten der Kommentar-Schreiber im wupperblog zutrifft und wir die Grenzen dort auch nicht so eng setzen, dürfte dies kein größeres Problem sein. Wer einen guten Kommentar schreibt, der darf auch gerne einen Link zu seiner Homepage setzen. Aber wenn jemand eine Artikelbezeichnung als Namen hat und Schmuck, SEO-Dienstleistungen oder Potenzmittel verkaufen möchte, der ist im wupperblog an der falschen Adresse…

Bei Fragen, Unklarheiten, Anregungen, Kritik und so weiter stehen wir natürlich in den Kommentaren zu diesem Beitrag Rede und Antwort!

Mehr zu diesem Thema im wupperblog:
10.03.2008 – In eigener Sache: Kommentare (2)
06.12.2007 – In eigener Sache: Kommentare

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Kommentare

      Lars
      10.06.2008, 12.30 Uhr

      Das Problem habe ich auch. Und wenn man einmal auf dem Index von automatischen Spammern ist, wird es extrem. In einem Jahr habe ich so gut 26000 Spams abgefangen. Gut das ich ein PlugIn habe, was mir viel Arbeit abnimmt. Allerdings hilft dies kaum gegen manuelle Spammer. Das nervt richtig. Darum ist Deine Lösung bei mir auch im Einsatz. Erst prüfen, dann freigeben. Da wird man zwar ständig unter den Verdacht gestellt “Zensur”, doch damit kann ich da leben.

      SuMu
      10.06.2008, 12.36 Uhr

      Ich sehe es so, man kann mich (die anderen Wuppertaler-Blogs), ja anschreiben und uns gegen Bezahlung bitten, einen Artikel über ein entsprechendes Thema/Webseite zu schreiben ;-)

      Marcus Müller
      10.06.2008, 13.31 Uhr

      @Lars
      Das kann man aber nur solange machen, wie sich das in Grenzen hält. Anschließend wird es auch mit entsprechenden Abwehrmaßnahmen schwierig. Aber diejenigen, die “sinnvolle” Kommentare posten, merken ja, dass nicht zensiert wird. Und auf diejenigen, die nur des Links willen etwas hinterlassen, auf die kann man auch verzichten…

      @SuMu
      Solange das dann auch entsprechend gekennzeichnet ist und man nicht dafür bezahlt wird, über etwas zwingend positiv zu berichten, spricht für einige sicherlich nichts dagegen. Aber viele Blog-Leser haben diesbezüglich ja Schwierigkeiten in Sachen Glaubwürdigkeit…

      Lars
      10.06.2008, 14.06 Uhr

      Ich hab mir gerade die Frage gestellt wie ich wohl reagieren würde. So nach dem Motto: “Schreib über mich und Du bekommst 500 Euro?” Der Auftraggeber hat ein natürliches Interesse daran das es redaktionell wirkt. Kennzeichnen muß man, wenn man nach dem Presse-Codex geht und auf gewisse weiße auch aus rechtlichen Gründen und Gründen der Glaubwürdigkeit.

      500 Euro wäre viel Geld, was ich brauchen kann um meinen Blog finanzieren zu können und hier und da mehr für den Blog machen zu können (besondere Videos u.s.w.). Haben wollen, ja gerne. Moralisch und rechtlich eine klare Ablehnung.

      Das ist ein echter Zwiespalt. Auch wenn ich mich im nachhinein noch so sehr ärgere, ich würde es dann wohl ablehnen. Wenn ich meine Freiheit in dem wie ich schreibe, behalten darf und auf den werbenden Charakter hinweisen darf, müsste ich wohl dennoch genau überlegen ob ich es will.

      Marcus Müller
      10.06.2008, 14.21 Uhr

      Aber wenn jemand Werbung machen möchte, dann gibt es dafür auch andere Möglichkeiten, als das in einem redaktionellen Beitrag zu tun. Mit Werbebannern oder bezahlten Links, die in jedem Fall aber entsprechend gekennzeichnet sind. Diese werden zwar vielleicht ein bisschen schlechter gesehen, weniger berücksichtigt und erreichen auch nicht die Suchmaschinenoptimierung, die man sich durch anderes wünscht, aber damit kann man auch für Aufsehen sorgen… Man muss nur kreativ sein.

      Aber über redaktionelle Beiträge, was wir schreiben und wie wir etwas finden, entscheiden immer noch wir selbst. Und unsere Leser, denn die müssen uns ja ein Feedback geben, was sie lesen wollen und was sie interessiert… Würdet ihr es auch akzeptieren, wenn hier hunderte von Werbelinks und unsinnige, nichts sagende oder nur zustimmende Anmerkungen in den Kommentaren sind? Wohl eher nicht…

      SuMu
      10.06.2008, 14.34 Uhr

      Sicher sollte das Thema zum Blog passen und man sollte selber Ahnung/Interesse an dem Thema haben, auch sollte man seine ehrliche Meinung äußern dürfen, dann fände ich so etwas schon interessant.

      Dennis
      11.06.2008, 22.05 Uhr

      Ich schreibe im Gelsenkirchen Blog desöfteren auch gern mal über Ausstellungen oder Verkaufsaktionen der lokalen Wirtschaft. Aber dafür bekomme ich dann kein Geld. Wenn es mich interessiert und ich den Eindruck habe, dass es was für die Leser sein könnte, schreib ich einfach drüber. Oft beschweren sich dann Leser dass es unzulässige Werbung sei. Das ist immer ne Gradwanderung. Wenn mir einer schreibt: Hier schreib mal drüber, dann landet die Meldung im Mülleimer. Und Beiträge kaufen geht gar nicht. Dafür habe ich ja auch Werbeflächen auf der Seite.

      Lars
      12.06.2008, 15.00 Uhr

      Das ich gegen Schleichwerbung in Blog bin, kann man ja in meinem Artikel deutlich erkennen.

      Ich wette jedoch, das wenn die Summe stimmt, eine hohe Zahl von Bloggern schwach werden. Und wie weit ein Blogger gehen wird, hängt selbstverständlich auch vom Betrag ab, den man bekommt.

      Klar schreien alle, das diese es nie machen würden. Dann war aber noch nicht der richtige Betrag dabei.

      Dennis
      13.06.2008, 14.05 Uhr

      Hehe, Für ne Mio können wir drüber reden :-)

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