Eine verdammt traurige Wahrheit

In Wuppertal werden jährlich etwa 13.000 Verkehrsunfälle registriert, dabei sind dann auch ungefähr 200 Motorrad- und Zweiradfahrer verwickelt. Eine Zahl die schon ziemlich schockierend ist. Doch noch viel schlimmer ist die große Zahl an “Schaulustigen”, die immer am jeweiligen Unfallort anzutreffen ist. So auch am Samstagabend, 03. Mai 2008.

Ein Motorradfahrer hatte sich auf der B 7 am Hauptbahnhof überschlagen. Ein riesiges Gepolter, ein fliegender Fahrer – und schon stürzten Unmengen an Menschen zum Fahrbahnrand und beobachteten das Geschehen. Traurig jedoch, dass keiner dem Mann zur Hilfe eilte. Sicherlich möchte man sich in einer solchen Situation an einer vielbefahrenen Straße nicht selbst in Gefahr bringen, wenn man unvermittelt zur Hilfe auf die Straße rennt. Aber selbst die Nachfrage, ob alles in Ordnung ist, würde dem Verunglückten schon mal mehr helfen, als nur zu gaffen.

Glücklicherweise ist beim Unfall am Samstagabend alles glimpflich verlaufen. Zumal ja auch genug Polizisten aus der nahegelegenen Wache sofort zu Hilfe eilten. Trotzdem passiert in den meisten Fällen nichts, da vielen Menschen einfach der Mut und das Können fehlt, um bei Unfällen Erste Hilfe zu leisten. Schade eigentlich, denn nachfragen und gegebenenfalls das Handy aus der Tasche ziehen kann jeder. Und einem selbst soll ja auch geholfen werden, wenn man in Not gerät. Schlimm nur, wenn dann auch Schaulustige darunter sind und alles nur beobachten…

Ähnliche Beiträge

WERBUNG

Kommentare

      Jürgen P.
      05.05.2008, 22.42 Uhr

      Solche Leute sollte man wirklich rankriegen!!! Ihnen selbst soll geholfen werden aber selbst können sie nicht mit anpacken, wenn es wichtig ist. Eine Schande!!!

Diesen Beitrag kommentieren: