Lumpensammler: Das tägliche Nerven

Das Pfeifen des Lumpensammler kann nervtötend seinMorgens, halb zehn in Wuppertal. Man sitzt gerade an der Arbeit, hat sich noch eine leckere Tasse Kaffee gegönnt und versucht sich voll und ganz auf sein Vorhaben zu konzentrieren. Doch dann wird man wieder unterbrochen: Da ist es wieder! Dieses überaus nervige Pfeifen, immer die gleichen Melodien. Sie brennen sich ein bis in die Abendstunden – und wenn sie am nächsten Tag wiederkommen, dann möchte man am liebsten Reißaus nehmen.

Wieso muss eigentlich nahezu täglich ein Lumpensammler durch die Straßen fahren? Kommt der eine mal an einem Tag nicht, ist ein anderer sofort zur Stelle. Wieso kommen die Wagen eigentlich immer mit der gleichen, nervtötenden Musik? Kann da nicht mal Abwechslung her, dann würden sicherlich die Anwohner auch nicht so genervt – und dementsprechend auch vielleicht ein bisschen mehr herausgeben. Ich für meinen Teil bin es leid! Der Lumpensammler bekommt von mir nichts mehr! Zumindest so lange, bis er sich eine neue Melodie zulegt und nicht mehr täglich bei mir vorbeifährt…

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Kommentare

      Jacky
      29.12.2007, 19.55 Uhr

      Hallo !
      Dieser Lumpensammler/ Schrotthändler / macht seine Arbeit wie andere leute auch. Der eine sitzt im Büro und sappelt vor sich hin, andere arbeiten an der Straße und immer an der frischen Luft. Diese Wertstoffe die diese Leute sammeln, abholen kommen wieder in den Kreißlauf der Recycling Industrie. Man hat als Privatperson keine Arbeit mit dem Altmaterial, der Hof die Garage alles sauber. Ein alter Beruf Jäger und Sammler darf nicht aussterben.
      Tip: Beim nächstenmal die Fenster schließen. MFG

      Marcus Müller
      30.12.2007, 16.58 Uhr

      Sicherlich ist das ein Beruf mit Daseinsberechtigung. Allerdings arbeite ich auch und „nerve“ meine Mitmenschen nicht dabei so penetrant. Und die Fenster sind dabei geschlossen, vielmehr hört man den Wagen und das laute Pfeifen auch Straßen weiter schon, vielmehr sogar in der anderen Siedlung. Das ist es, was nervt. Und auch, dass der JEDEN Tag fast bei uns durch die Straße fährt. Wenn er einmal die Woche käme und der andere Schrotthändler ebenfalls, dann würde ich ja nichts sagen. Aber die beiden erscheinen jeweils mehrmals – und jedes Mal mit dem nervenraubenden Pfeifen… Da fahre ich wirklich lieber zum nächsten Recyclinghof, als den Lumpensammlern meine Sachen zu geben!

      name
      11.02.2008, 14.35 Uhr

      Ich stimme zu. Es nervt einfach unglaublich. Vor allem, wenn die Kerle das ganze Viertel abklappern und eine halbe Stunde lang dieses ewige GEMA-befreite „Mussidenn-Artefakt“ von sich geben. Gefolgt vom nächsten Spinner mit einem Schrott-Laster. Ich bin genervt. Und dieser Thread ist der einzige, denn ich dazu gefunden habe. Jetzt die Frage: Was kann man dagegen machen? Wer vergibt die Lizenzen an die Typen? Wen mussich verklagen?

      anonymous
      14.09.2009, 15.34 Uhr

      Einfach mal bei google eingeben: schrotthändler nerven
      ansonsten, Kennzeichen und Uhrzeit aufschreiben und beim Ordnungsamt beschweren, die Stadt Hemer unternimmt bereits was dagegen:

      http://www.hemer.de/startseite/neues/117190100000009267.php

      Und ja es nervt einfach unglaublich. In meiner Gegend sind die heute schon von 11-12 und jetzt wieder seit 15 Uhr unterwegs!

      JACKY
      26.12.2010, 16.07 Uhr

      Betreibt ein Reisender ein Wandergewerbe,so läßt er es nie zu Arbeit ausarten.Was dazugehört,macht er gern, wenn“s nicht anstrengt und nicht zu lange dauert. Andere Arbeiten verleiden ihm bald. Dennoch wäre es falsch,seiner Erwerbstätikeit wirtschaftlichen Nutzen abzusprechen.

      Ihre Hantierungen sind an und für sich weder ehrlos, noch unnütz, noch strafbar…“ Die Jenischen waren ( sind ) Wasenmeister, Kuhgocken – Gießer,Verzinner, Pfannenflicker, Roßhändler, Wahrsager, Musikanten, Korbflechter, Sägenfeiler, Schirmflicker, Lumpen und Knochensammler, natürlich auch Hausierer und wohl noch mehr ( Scherenschleifer ) wenn“s verlangt wurde: ihre Tätigkeiten wechselten sie, wenn die Zeiten sich änderten.

      Beim genauen Hinsehen zeigt sich,daß es sich fast stets um Sammlerfunktionen handelt, die unregelmäßig,ohne Entwicklung fester Bindungen und Bildung von Eigentum abgewickelt werden. Unser Wertsystem wird also nicht übernommen.

      Fast alle neue Tätikeiten des Reisenden sind im hohem Maße konjunkturabhängig. Jede Rezession und jede tiefergehende Umstrukturierung des Marktes kann die Basis seines Gewerbes“ zerstören.
      Es fällt ihm dann “ sehr schwer ,einen normalen Weg zu folgen, oft bleiben nur die Abwege.

      MFG JACKY ! ! ! !

      echter wuppertaler
      10.01.2011, 17.11 Uhr

      Die machen nur ihr Arbeit und wenn es liegen bleibt werdet ihr euch auch beschweren man kann es sowie so nicht allen recht machen.
      Man soll nur hoffen dsa man selbst nicht andere Stört mit der eigenen Arbeit, ( Ironisch ) bevor die sich dann auch noch beschweren beim Ordnungsamt, das gibt ja eine Beschwerderei.

      Marie
      02.03.2011, 12.53 Uhr

      Nun ja……die Herren des Schrotts machen ihre Arbeit…klar.

      Aber es ist ansatzweise sinnlos, wenn beispielsweise am Tag vier verschiedene Schrotthändler mehrfach durch eine kleine Wohnstraße fahren, um Schrott einzusammeln.
      Beim besten Willen: soviel Schrott KANNS nicht geben!!
      Selbst dann nicht, wenn man geschwind den heimischen Fahrradvorrat zerlegt.

      Dafür gibts aber jede Menge „Musik“!
      Denn fahren vier Schrotthändler mehrfach am Tag durch ein Wohnviertel grenzt das an Dauerbeschallung mit einem unerträglichen, schrillen Pfeiffkonzert…dagegen ist ne Vuvuzela ein Waisenkind.

      Es kommt der Punkt, da möchte man rausrennen und jeden einzelnen der Herren aus seinem Wägelchen zerren, an einen Baum binden und ihn 12 Stunden lang mit seinem eigenen Gedudel volldröhnen…

      Oder man rennt raus, winselt um Gnade und schmeisst seinen gesamten Hausrat ..einschließlich der Zahnklammern der Kinder..aufs Auto, nur damits endlich vorbei ist.

      Ich erwischte mich auch bei dem Gedanken, den Hundenapf durchs geschlossene Fenster zu werfen, um herauszufinden , ob es möglich ist, direkt die Ladefläche zu treffen.
      Immerhin müssten sie dann nicht anhalten, und es könnte zügig weitergehen…

      Nein…Herr Echter Wuppertaler.
      Definitiv habe ich zb. ganz wenig Schrott vor der Haustüre liegen, so dass ich im Hinblick darauf Beschwerdefreiheit garantieren könnte.
      Und ich weiß nicht, was Sie für eine Arbeit machen, aber ich schwöre, sollten Sie dabei schrill pfeiffen, ducken Sie sich vor fliegenden Hundenäpfen.

      Und was hinten aus so einem Schrotthändler kommt..zumindest aus den Fahrzeugen..ist auch nicht gerade umweltfreundlich.

      Zuviel ist also in der Tat zuviel.

      Markus Pickavé
      01.06.2011, 12.01 Uhr

      Nervig sind die ganzen bimmelnden Schrotthändler wirklich. Aber warum es so viele werden, dass scheint hier keiner zu sehen.
      Es gibt verhältnismäßig viel Geld für den Schrott. Entsprechend vermehren sich auch die ganzen Schwarzfahrer, die sich das anmelden eines Gewerbes sparen. Die Zollämter pennen, die Ordnungsämter interessiert es noch weniger.
      Schwarzfahrer sind aber nunmal, und das muß man sich einfach mal eingestehen, überwiegend Schwammtaucher, Ausländer.
      Ich fahre selbst seit 2005 Schrott. Mir gehen diese ganzen schwarzfahrenden Schrottsammler gehörig auf die Nerven.
      Aber das wird sich in naher Zukunft ändern.

      Markus Pickavé
      06.06.2011, 20.50 Uhr

      @Marie: Das was bei uns hinten rausfällt, dass kann man wenigstens noch wegfegen. :o) Der feine Ruß ist viel gefährlicher.
      Aber generell kann ich nur befürworten, dass man sich beim entsprechendem Ordnungsamt beschwert. In den seltensten Fällen werden die Herrschaften aktiv. Insofern bringt es wohl eher kaum etwas.
      Das gebimmel ist durchaus ein immer wieder leidiges Thema. Es hat aber auch mit der gravierenden Vermehrung überwiegend ausländischer Schrottsammler zu tun.
      Allgemein bekannt sind die Lieferwagen und die Klein-Lkw mit Plane hinten drauf. Das sind in 8 von 10 Fällen Schrottsammler ohne Gewerbeschein.
      Wenn hier alle von „zu vielem Gebimmel“ reden, dann solltet Ihr diese Sammler nicht unterstützen.
      Der richtige echte Schrotthändler, der fährt mit den großen Rußschleudern (7,5to) durch die Straßen. Und davon fahren ja nun wirklich nicht mehr allzu viele von rum.

      Kornelia Wirths
      22.05.2012, 15.32 Uhr

      Wie ich sehe, habe ich erst ein Jahr später mit diesem Problem zu kämpfen. Es ist wirklich unerträglich geworden. Bei uns fahren mindestens drei verschiede Fahrzeuge täglich ihre Runden.
      Ich muss hier aber mal das Ordnungsamt in Schutz nehmen, denn in meiner Stadt im Oberbergischen flitzt der zuständige Beamte sofort los, wenn er informiert wird, dass gerade mal wieder ein Schrotthändler am Haus vorbeigefahren ist. Das ist sehr beruhigend und nimmt einem den Frust, dass dagegen sowieso nix zu machen ist …

      Pias
      21.03.2015, 00.43 Uhr

      Ich würde sagen Mittlerweile ist es eher so das viele Genervt sind das keine Schrotthändler mehr durch die Straßen fahren oder?

      Marcus Müller
      21.03.2015, 12.35 Uhr

      @Pias: Erst heute Morgen noch einen gehört.
      Deshalb habe ich mal den Werbelink im Kommentar entfernt…

      Andrea
      05.07.2016, 12.50 Uhr

      Wie unterschiedlich man das sehen kann…ich bin auf diesen Beitrag gestoßen, weil ich nach der Melodie suche. Ich habe letzten Monat in einem kleinen Ort für ein paar Tage das Sterben meiner Mutter begleitet…begleitet von dieser Melodie, die ich noch, als willkommenen Ohrwurm, hier in Köln im Ohr hatte. Langsam verliert sie sich und ich hätte sie gerne irgendwo abgespeichert, als Erinnerung an diese zwar traurige, aber doch wichtige Zeit. Ich verstehe aber gut, dass man das ohne emotionale Verbindung dazu, nach ’ner Weile nicht mehr hören kann.

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